02.11.2009  10:28 Uhr

Interkultureller Austausch
Interkulturelle Kommunikation erhöht die Zielsicherheit bei Sozialprojekten

GTE Deutschland. Die soziale Integration von Jugendlichen ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Integrierte Jugendliche belasten die Sozialkassen nicht nur weniger, sie können auch Potentiale für Unternehmen im bilateralen Handel eröffnen. Die erfolgreiche Gestaltung von Sozialprojekte war daher auch ein Thema der Tagung "PräGend".

In seinem Vortrag „Jugendliche Migranten – die unbekannten Wesen“ bei der Eröffnung der Tagung PräGend 2009 geht der türkisch-österreichische Unternehmensberater Caglayan Caliskan auf die Bedeutung der interkulturellen Kommunikation ein und zeigt auf, worauf es dabei ankommt.

Im Rahmen der Tagung PräGend 2009 in Windischgarsten erläutert Caliskan, wie Sozialprojekte mit der Zielgruppe Migranten durch den Aufbau der interkulturellen Kompetenz wirkungsvoller gestaltet werden können. Im Sozialbereich werde die Rolle der interkulturellen Kommunikation gerade erst entdeckt. Hier stecke großes Potential, um die Zielsicherheit der Migrationsprojekte zu erhöhen, erklärt Caliskan. „Bei international tätigen Unternehmen stellen interkulturelle Trainings bereits einen fixen Bestandteil der Personalentwicklung dar, doch im Sozialbereich setzt sich dieser Ansatz erst langsam durch.“

In der Kommunikation mit Migranten treten häufig Schwierigkeiten auf, da das fremdartige Verhalten zu gegenseitigen Missverständnissen und Irritationen führe, erläutert der interkulturelle Experte Caliskan. Die Bereitschaft „unter die Wasseroberfläche zu blicken“, spiele bei der Bewältigung dieser herausfordernden Situationen die Schlüsselrolle. „Was ich auf den ersten Blick beobachten kann, ist für mich in den meisten Fällen nicht erklärbar, ohne die kulturellen Hintergründe zu kennen“.

Diese Kernkompetenz könne durch gezielte Programme, wie etwa durch interkulturelle Trainings für Sozialarbeiter und Lehrer, aufgebaut werden. Die interkulturelle Kommunikation erleichtere den täglichen Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen. „Unsere Vielfalt ist unser Reichtum. Und die jugendlichen Migranten sind ein wichtiges Zukunftspotential für unser Land, das zurzeit aber öfter als ein Problemfeld angesehen wird“, meint Caliskan. Der Aufbau der interkulturellen Kompetenz könne dazu beitragen, dieses Potential auszuschöpfen und die Nachhaltigkeit der Sozialprojekte sicherzustellen, so Caliskan.

Quelle: openPR


 

(Redaktion)

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Bild Nr. 1 © Caliskan Network



 


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