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150 Jahre Sandtorhafen

Erstes Elbfest im Hamburger Hafen

Jubiläum: 150 Jahre Sandtorhafen – das wird 17. und 18. September 2016 auf dem Elbfest.Hamburg mit mehr als 50 Traditionsschiffen und einem maritimen Programm gefeiert.

Unter dem Motto „Schippern. Schnacken. Schlendern.“ verbindet das neue Elbfest.Hamburg die maritime Tradition und das heutige Leben an der Elbe. Das weitgehend kostenfreie zweitägige Programm verteilt sich über drei Standorte und lädt dazu ein, auf Entdeckungsreise zu gehen: im Sandtorhafen in der HafenCity, am Hafenmuseum bei den 50er Schuppen auf dem Kleinen Grasbrook und auf der Elbe. Ein Pendel-Service sorgt dafür, dass die Besucher des Elbfestes alle Standorte erreichen können. Alle 30 Minuten (zeitversetzt, so dass alle 15 Minuten eine Pendelmöglichkeit besteht), verbinden Barkassen- und Bus-Shuttle die Festzentren Sandtorhafen und Hafenmuseum. Individualisten können mit einem Car2go hin und her flitzen.

Zwischen maritimer Tradition und moderner Stadt- und Hafenentwicklung

Hamburgs Traditionsschiffsszene besitzt die größte Flotte dieser Art in Europa. So bietet die beispielsweise die Parade im Rahmen des Elbfest.Hamburg eine selten zu sehende Vielfalt auf dem Wasser: Vom Segelkutter bis zur klassischen Rennyacht, vom Staatsdampfer bis zum Schwimmkran ist alles dabei. Ein Highlight wird die große Parade der Traditionsschiffe am Sonnabendnachmittag (14 bis 18 Uhr) auf der Elbe sein. Rund 50 Schiffe vom Segelkutter bis zur klassischen Rennyacht werden auf der Elbe erwartet. Wer an der Parade teilnehmen möchte, kann mit etwas Glück noch Resttickets auf der Internetseite www.elbfest.hamburg erwerben. Alternativ kann der Blick auf die Elbe von einem der kostenpflichtigen Barkassen-Shuttle (Tagespauschale 5 Euro) genossen werden, die die beiden Festzentren am Sandtorhafen und am Hafenmuseum miteinander verbinden.

150 JAHE SANDTORHAFEN
Anlass für das Elbfest.Hamburg ist die Eröffnung der ersten Kaiumschlagsanlage für Seeschiffe vor 150 Jahren am heutigen Sandtorhafen. Die Kombination aus Schiff, Schuppen und Schiene hat bis zum Aufkommen des Seecontainers in den 1960er-Jahren den Erfolg des Hamburger Hafens begründet.
Mit dem Sandtorhafen begann eine Geschichte der Innovation und des Wandels, die bis heute andauert. Längst ist aus dem ersten modernen Hafen Hamburgs ein öffentlicher und lebendiger Ort geworden, integriert in ein urbanes Umfeld. Der Traditionsschiffhafen (eröffnet 2008) sorgt für eine Symbiose zwischen Land und Wasser und bietet bis zu 30 Traditionsschiffen einen Liegeplatz.

Ehrenamtliche Crews laden auf ihre Traditionsschiffe ein

Ehrenamtliche Crews laden Besucher im Sandtorhafen auf ihre Traditionsschiffe ein und freuen sich darauf, mit ihrer Leidenschaft anzustecken. Außerdem gibt es einen Ausschläfer-Fischmarkt, „Hafen-Tango“, maritime Projektionen der Lichtkünstlerin Katrin Bethge und das „Requiem auf die Krane“ des Dramaturgen Michael Batz. Auf der Bühne des Hafenmuseums werden an beiden Tagen Singer-Songwriter, Jazzmusiker und Schauspieler für abwechslungsreiche Klänge sorgen.

Die Mitfahrt bei der Parade der Traditionsschiffe kostet für Erwachsene 35 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre 17,50 Euro, Ticketbestellung per Mail an parade@elbfest.hamburg, Tickethotline 040 780 817 05 (Montag bis Freitag von 10 bis12 Uhr).

Hafenquiz, geführte Touren, Improvisationstheater, Reepschlagen und mehr

Tom Zimmermann verlegt sein legendäres Kneipenquiz in den Hafen. Das Improvisationstheater Hidden Shakespeare wird gemeinsam mit dem Publikum die Geschichte der Hafenarbeit zum Leben erwecken. Und auch für Kinder gibt es beim Schmieden, Reepschlagen und auf den Dampfschiffen einiges zu entdecken. Foodtrucks und fliegende Händler, frischer Vinho Verde aus Portugal und Craftbierstände machen auch die Kulinarik des Festes zum Anlass eines Spaziergangs im Hafen.

Ausstellung, Experten-Rundgang und Führungen verfolgen historische Spuren und eröffnen neue Blickwinkel

Geführte Touren rund um den Sandtorhafen erzählen von einer lebendigen Geschichte an der Elbe. Der Rundgang „Wandel und Gezeiten“ mit Landschaftsarchitekt Martin Rein-Cano aus Berlin und Kunsthistoriker Dr. Ralf Lange vom Speicherstadtmuseum Hamburg nimmt den Sandtorhafen als Ausgangspunkt. Die beiden Experten werden Gegenwart und Geschichte – Wandel und Gezeiten – des Sandtorhafens bei einem diskursiven Spaziergang entlang seiner historischen Umrisslinie reflektieren. Das Publikum kann das Gespräch über Kopfhörer verfolgen, um die Eindrücke im Anschluss zu diskutieren. Sonnabend, 17. September um 14.30 Uhr, Start: Traditionsschiffhafen, Teilnahme kostenfrei, Anmeldung vorab erforderlich: kesselhaus@hafencity.com.

Die Führungen „Tide, Dampf und Stadtentwicklung“ nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte des wandlungsfähigen Sandtorhafens und seiner Umgebung: vom fortschrittlichsten Hafen Hamburgs, mit dem Bau der Speicherstadt zum größten Freihafen der Welt und heute mit der HafenCity zu einem der größten innerstädtischen Entwicklungsgebiete Europas. Sonntag, 18. September um 12.15 Uhr, 14.15 Uhr und 16.15 Uhr, Start: Elbfest.Hamburg Infocontainer, Magellan-Terrassen, Teilnahme kostenfrei und ohne Anmeldung.

An der Promenade Sandtorkai informiert eine Ausstellung über die eindrucksvolle Geschichte des Sandtorhafens.

Engagement für das maritime Erbe

Leben und Arbeit an und auf der Elbe haben sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts stark gewandelt. Viele Berufe gibt es heute nicht mehr und Schiffe, die wichtige Funktionen hatten, sind aus dem Hafenbetrieb verschwunden. Die Erinnerungen aber bleiben lebendig, weil es hunderte Ehrenamtliche gibt, die sich mit viel Engagement um den Erhalt der Traditionsschiffe kümmern und im Hafenmuseum die traditionellen Berufe und Fertigkeiten präsentieren. Ziel des Elbfestes ist es, Interesse für das maritime Erbe und für diese Schiffe zu wecken und Nachwuchs für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen. Deshalb wird es auch einen Informationsstand zum Thema „Mitfahren & Mitmachen“ geben.

Als Veranstalter des Elbfest.Hamburg arbeiten die Stiftung Hamburg Maritim, Stiftung Historische Museen Hamburg, Museumshafen Oevelgönne e.V. und die HafenCity Hamburg GmbH erstmals zusammen. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation fördert das Fest.

Weitere Programminformation: www.elbfest.hamburg und www.hafencity.com

(Redaktion)


 


 

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Hafen Hamburg
Stiftung Hamburg Maritim
Stiftung Historische Museen Hamburg
Museumshafen Oevelgönne e.V.

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