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Konjunkturprogramm II

5 Millionen Euro für Lärmschutzfenster

Ab sofort vergibt die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (WK) in einem Sonderprogramm Zuschüsse für Schallschutzmaßnahmen an Hamburger Wohngebäuden, die an besonders lauten Straßen liegen. Die 5 Millionen Euro stammen aus Sondermitteln vom Konjunkturprogramm II des Bundes und stehen befristet bis Ende 2010 zur Verfügung. Neben der Entlastung lärmgeplagter Anwohner sollen damit auch das lokale und regionale Handwerk und Gewerbe in der gegenwärtigen Konjunkturkrise gefördert werden.

Staatsrat Dr. Stephan Hugo Winters: „Dieses Programm ist bereits im Hamburger Lärmaktionsplan vorgesehen. Mit Hilfe des Konjunkturprogramms können wir es früher umsetzen. Grundlage sind unsere Lärmkarten, aus denen wir besonders lärmbelastete Straßen identifiziert haben. Ich freue mich, dass wir mit den praktischen Lärmschutzmaßnahmen in Hamburg jetzt noch etwas schneller vorankommen als geplant.“ 

 Gefördert wird der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Außentüren in Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Wohnküchen. Um Räume bei geschlossenen Fenstern ausreichend mit Luft zu versorgen, kann darüber hinaus auch der Einbau von schallgedämmten Lüftungsanlagen zum Beispiel in Schlafräumen und Einzimmer-Wohnungen gefördert werden. 

 Die Wohngebäude müssen an einer Straße mit besonderer Lärmbelastung liegen. Ausgenommen sind die Autobahnen, die in der Verantwortung des Bundes liegen und für die eigene Schallschutzprogramme gelten. Die Gebäudeseite, in der der Einbau der Fenster, Türen oder Lüftungsanlagen erfolgen soll, muss einem Lärmpegel von mindestens 70 dB(A) am Tag bzw. 60 dB(A) in der Nacht ausgesetzt sein.
 

 Der Zuschuss beträgt 75% der Kosten, bis maximal: 

  • 450,- € pro m² Fenster- bzw. Türfläche
  • 950,- € je Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • 400,- € je Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung

 „Da das Programm bis Oktober 2010 befristet ist, sollte mit dem Antrag nicht zu lange gewartet werden. Maßgeblich für die Bewilligung ist die zeitliche Reihenfolge der Antragstellung.“, sagt Uwe Qualmann, Vorstandvorsitzender der WK.

 Antragsberechtigt sind die Eigentümer bzw. Erbbauberechtigten der Wohngebäude.

Natürlich können sich auch Mieterinnen und Mieter umfassend beraten lassen. Wichtig: Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn vor einer schriftlichen Zustimmung der WK schon mit Baumaßnahmen begonnen worden ist. 

 Mehr Infos zum Schallschutzprogramm der WK gibt es im Internet unter www.wk-hamburg.de. Dort ist auch eine Liste der Gebäude aufgeführt, in denen der Einbau von Schallschutzfenstern und -türen sowie Lüftungsanlagen förderfähig ist. Infos am Telefon gibt es unter 040-248.46-463 oder -476.

Hamburgische Kreditanstalt für Wiederaufbau (WK)

(Redaktion)


 


 

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