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Transportlogistik

Uniconsult hilft Indien bei der Transportverlagerung auf Binnenschiffe

Die HHLA-Beratungsgesellschaft Uniconsult unterstützt Indiens Verkehrsbehörde bei der Suche nach Lösungen zur Entlastung seines Straßen- und Schienenverkehrs. Angestrebt wird, mehr Transporte auf Binnenschiffe zu verlagern.

Die in Indien für Binnenwasserstraßen zuständige Behörde Inland Waterway Authority of Delhi hat die HHLA-Beratungstöchter Uniconsult Universal Transport Consulting und HPC Hamburg Port Consulting zum 1. Februar 2017 beauftragt, die in einem ersten Projekt identifizierten Verlagerungspotenziale des Verkehrs im Land auf Binnenschiffe in die Praxis umzusetzen.

Hintergrund: Indiens rasant gewachsende Wirtschaft führte zu einer Überlastung der in Teilen des Landes schlecht ausgebauten Verkehrsinfrastruktur, so die Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA). Um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen, sollen künftig mehr Transporte auf dem Wasserwege erfolgen.

Pilotprojekt National Waterway 1

„Im internationalen Vergleich nutzt Indien die Möglichkeiten der Binnenschifffahrt bisher nur wenig“, sagt der Uniconsult-Geschäftsführer Hartmut Beyer. „Das will die indische Regierung ändern, weil dieser Verkehrsträger ökologische Vorteile bietet und Straßen sowie Schienen entlasten kann.“ Als besonders geeignet für ein Pilotprojekt wurde der National Waterway 1 identifiziert. Er ist die bedeutendste Wasserstraße Indiens und Teil des Baghirati-Ganges-Flusssystems. Gegenwärtig werden dort pro Jahr nur etwa 5,5 Millionen Tonnen Massengüter mit Binnenschiffen transportiert. Zum Vergleich: Auf dem Rhein waren es im Jahr 2015 rund 190 Millionen Tonnen, so die HHLA. Allerdings sei dieser Fluss auch wesentlich besser an die infrastrukturellen Anforderungen der Binnenschifffahrt angepasst.

„Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren untersucht, wie das System Wasserstraße so verbessert werden kann, dass die spezifischen Leistungsmerkmale der Binnenschifffahrt besser genutzt werden können“, erläutert Hartmut Beyer. „Jetzt wollen wir bis zum Jahresende Transporte mit Signalwirkung auf Binnenschiffe verlagern.“ Dazu sollen in enger Zusammenarbeit mit einem lokalen Experten die Verlader mit den Binnenschiffsreedereien zusammengeführt werden. Die für Indien noch junge Form des Güterverkehrs auf dem Wasserweg benötige aktive Unterstützung, da neben den neu zu etablierenden Abläufen auch bei den Ladungsbeteiligten noch Überzeugungsarbeit zu leisten sei.

(HHLA / Redaktion)


 


 

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