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Active City

Mehr Bewegung für Hamburg

Der Hamburger Senat hat am 22. November 2016 den Masterplan „Active City“ zum Ausbau der Sportinfrastruktur in der Stadt beschlossen. Bis 2024 sollen schrittweise 26 Projekte umgesetzt werden.

Der Masterplan Active City (MPAC) wird im Einklang mit der Dekadenstrategie Sport künftig zum zentralen Element der Sportentwicklung Hamburgs. „Die Strategie ‚Active City‘ ist der Kern der sportpolitischen Ausrichtung für die nächsten Jahre“, sagt Hamburgs Sportsenator Andy Grote.

Der Masterplan knüpft an Projekte an, die für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg teilweise schon konkret geplant wurden. „Daraus haben wir neue Ideen für Weiterentwicklungen in Bezug auf Sportstätten, Stadtentwicklung, Mobilität und Nachhaltigkeit erarbeitet“, so Grote. „Wir wollen eine Situation erzeugen, in der Aktivsein zu einem Teil des Lebensgefühls unserer Stadt wird.“

Bis 2024 sollen im Rahmen des Masterplans „Active City“ insgesamt 26 Projekte schrittweise umgesetzt werden. Unabhängig davon würden Investitionen der vergangenen Jahre in Schulsporthallen, bezirkliche Sportstätten und vereinseigene Sportanlagen fortgesetzt, teilt die Behörde für Inneres und Sport mit.

Drei Projekte sollen noch 2016 begonnen werden

Bereits in diesem Jahr soll mit der Umsetzung von drei Projekten begonnen werden, für die Investitionen von insgesamt 688.000 Euro vorgesehen sind:

  • Erweiterung der Dreifeld-Halle an der Julius-Leber-Schule (Bezirk Eimsbüttel) zu einer für den Rollstuhlbasketball nutzbaren Sporthalle
  • Einbau einer Zuschauer-Tribüne in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule (Bezirk Altona)
  • Umbau der Dreifeld-Hallen der Gymnasien Ohlstedt und Hummelsbüttel für den Hallenhockeysport (Bezirk Wandsbek)

Im kommenden Jahr sieht das Konzept dann den Bau von Bewegungsinseln für wohnortnahen Sport im Freien, den Wiederaufbau der Einfeld-Halle Mittlerer Landweg und die Modernisierung der Regattastrecke Dove-Elbe vor.

Masterplan-Projekte für das ganze Stadtgebiet

Die Projekte des Masterplans verteilen sich über das ganze Hamburger Stadtgebiet und decken die fünf zentralen Handlungsfelder des Hamburger Sports ab – Schul- und Vereinssport, Sport im öffentlichen Raum, Sport für Alle, Nachwuchsleistungssport und Spitzensport.

Rund 60 Prozent der vorgesehenen Maßnahmen entfallen auf den Bereich des Breiten- und Freizeitsports, rund 40 Prozent auf den Leistungs- und Spitzensport. Einzelne Projekte kommen beiden Bereichen zugute, etwa die Modernisierung der Alster-Schwimmhalle.

Hamburg ist Mitglied im internationalen Städtenetzwerk „Active Cities“

Zur Strategie „Active City“ gehört neben der Umsetzung der Projekte aus dem Masterplan die Philosophie der Stadt als Sportstätte. Dazu zählen auch die Entwicklung moderner, aktivierender Veranstaltungsformate, der niedrigschwellige Zugang zu Sportangeboten in der gesamten Stadt und die Unterstützung eines aktiven Lebensstils. Anspruch dabei ist, die Idee der aktiven Stadt in die gesamtstädtische Entwicklungskonzeption zu integrieren. Auf internationaler Ebene beteiligt sich Hamburg als zertifiziertes Mitglied im Städtenetzwerk „Active Cities“.

Sportsenator Andy Grote: „Active City heißt, dass wir eine Stadt sein wollen, die in Bewegung ist, in der die Menschen sportbegeistert und aktiv sind, in der Sport im Stadtbild präsent ist und das Lebensgefühl prägt. Sport hat eine große gesellschaftliche Reichweite, schafft Zugehörigkeit und Identifikation – auch mit unserer Stadt. Im Sport liegt eine große verbindende Kraft. Deshalb sollte Hamburg diesen positiven Wert, den Sport ebenso schafft wie Toleranz und Respekt, für die Zukunft nutzen.“

Investitionen in den Sport nutzen auch der Wirtschaft

Mit dem Masterplan ‚Active City‘ investiere die Politik auch in die Sicherung von Fachkräften für unsere Wirtschaft, weil Sport ein weicher Standortfaktor ist, der die Stadt lebenswert und damit für Fachkräfte attraktiv mache, sagt Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg. Außerdem stelle der Senat sicher, „dass Hamburg als Sportstadt weiterhin auf der Landkarte steht und für die Austragung von Sportveranstaltungen interessant bleibt. Diese Veranstaltungen nützen mit ihrer Berichterstattung mittelbar dem Stadtmarketing und kommen mit Ihren Teilnehmern unmittelbar den Wirtschaftsbeteiligten in Tourismus, Handel und Dienstleistungen zu Gute.“

(Redaktion)


 


 

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