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Aktienhandel

Lohnt der Kauf von Aktien exportorientierter Unternehmen?

Deutsche Unternehmen sind im Export gut aufgestellt und die Nachfrage nach Aktien der erfolgreichen Akteure nimmt zu. In- und ausländische Investoren greifen zu diesen Werten. Und auch Privatanlegern bieten sich derzeit vielfältige Möglichkeiten, in Anlageformen rund um exportorientierte Unternehmen einzusteigen.

Der globale Handel ist weiter im Wachstum begriffen und die zunehmenden Warenströme lassen sich gut an der ersten Ankunft der „MOL Triumph“ Mitte Mai 2017 in Hamburg manifestieren. Bei dem Frachter handelt es sich um das weltweit erste Containerschiff mit einem Fassungsvermögen von über 20.000 Standardcontainern (TEU). Während seiner dreitägigen Liegezeit im Hamburger Hafen wurden an die 15.000 Container gelöscht oder neu geladen. Eine ganze Menge an Waren, die so durch die Welt transportiert werden. Neben Reedereien und Hafenbetreibern interessieren sich Investoren für diese Frachten; zeigen sie doch, inwieweit sich Ex- und Importe entwickeln. Für eine Exportnation wie Deutschland sind die Ausfuhren natürlich von besonderem Interesse. Steigen diese, so wächst auch die Nachfrage nach Aktien der davon profitierenden Unternehmen und Branchen.

Deutsche Exportschlager

Trotz Abgasskandal und der andauernden Diskussion über E-Mobilität sind deutsche Autohersteller hier sicher an erster Stelle zu nennen. BMW, Mercedes und Co. springen von einem Verkaufserfolg zum nächsten und die Palette all der Neuerscheinungen lässt erwarten, dass sich Absatz und Umsatz national sowie international weiterhin erfreulich entwickeln. Auch der klassische Exportschlager Maschinenbau steht dank der wieder anziehenden Konjunktur in Europa und Übersee zurzeit gut da, dazu ist die Pharmaindustrie ebenfalls gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet. Kein Wunder, dass Aktienkurse da neue Höchststände erreichen und Investoren aus dem In- und Ausland zu diesen Werten greifen.

Für die weitere Marktentwicklung verheißt dies viel Gutes, weshalb sich auch jetzt noch Privatanleger mit dem Thema beschäftigen sollten. Ihnen bieten sich dabei vielfältige Möglichkeiten zum Einstieg. Zum einen können sie in Aktienfonds mit dem Fokus auf exportorientierte Unternehmen aus Deutschland investieren. Bei guter Marktkenntnis muss nicht auf einen Fonds vertraut werden. Der aufgeklärte Investor spart sich in diesem Fall lieber die nicht unerheblichen Fondsgebühren und legt sich ein individuell zusammengestelltes Portfolio zu. Dies hat neben den wegfallenden Fondskosten den Vorteil, dass der Anleger gezielt einzelne Aktien zukaufen oder abstoßen kann. Bei den zentral bei Banken und Brokern gemanagten Fonds ist dies nicht möglich. Wichtig ist, dass der Investor in Bezug auf die allgemeine Wirtschaftslage stets up to date ist, damit er keine unangenehme Überraschung erlebt, wenn sich beispielsweise die geopolitische Situation oder gesamtwirtschaftliche Gegebenheiten schlagartig ändern. Dies ist besonders in diesen wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich turbulenten Zeiten besonders wichtig. Als Beispiele für die gestiegene Unsicherheit seien da nur die diversen Wahltermine in Europa, der Brexit, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten oder die schwankende Entwicklung in China genannt.

Fonds, Aktienpakete, Finanzderivate

Neben dem Engagement in Fonds oder Aktienpakete können Anleger auch in Finanzderivate investieren. Im Gegensatz zum Erwerb von realen Aktien und damit Unternehmensanteilen werden hierbei Rechte gehandelt. Gewinn oder Verlust fallen abhängig von dem Preis des zugrundeliegenden Wertes zu einem festgesetzten Zeitpunkt an. Der CFD-Handel erlaubt sehr viel geringere Investitionen mit einer ganz anderen Hebelwirkung. Somit sind hier ganz andere Gewinne zu erzielen, wobei die Gefahr eines Verlust selbstverständlich ebenfalls groß ist. Wie so häufig im Wirtschaftsleben hat hier derjenige die besten Chancen, der über die besten Informationen und ein gutes Gespür verfügt. Durch die Fixierung auf einen Zeitpunkt oder Zeitrahmen steigen bei dieser Investitionsform bei nahendem Fälligkeitstermin des Kontrakts unwillkürlich Anspannung und Puls des Anlegers. Personen mit einem nervösen Nervenkostüm sollten sich deshalb vorher genau überlegen, ob sie sich nicht vielleicht doch lieber in Fonds oder Aktienpaketen engagieren. Diese Anlagearten können natürlich ebenfalls über die Onlinebroker abgewickelt werden. Den Weg an einen Bankschalter zu den eng getakteten Öffnungszeiten können sich Anleger deshalb schon lange sparen und stattdessen vom heimischen Schreibtisch aus investieren.

Unabhängig von der Art des Engagements sind exportorientierte Unternehmen dank der momentanen Stärke der deutschen Wirtschaft in jedem Fall eine interessante Anlageform. Schaut man sich die guten wirtschaftlichen Kennzahlen dieser Unternehmen an, wird rasch klar, dass sie sich zumindest mittelfristig weiter erfolgreich entwickeln werden.

(Redaktion)


 


 

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