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Brexit, China, Konjunktur: Vieles beeinflusst den DAX 30!

Anleger, die in Aktien oder Aktienindizes wie dem Deutschen Aktienindex DAX 30 investieren, sollten das aktuelle Geschehen im Auge behalten, das Einfluss auf die Kursentwicklung hat.

Der Kurs von Aktienindizes wird von einer Vielzahl an Faktoren bestimmt. Dazu gehören neben der Zusammensetzung des Index zum Beispiel Entscheidungen der im Index gelisteten Unternehmen, nationale oder internationale politische Beschlüsse und Ereignisse sowie eine gehörige Portion Psychologie. Wer als Aktieninvestor etwa auf Kursverläufe beim Dax-30-Realtime setzt, sollte solche Faktoren kennen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen. Dazu ist zunächst einmal ein Blick auf die Branchen wichtig, aus denen die DAX-Unternehmen stammen.

Wichtig ist die Zusammensetzung des DAX 30

Eine Grundlage, um Entwicklungen des Deutschen Aktienindex DAX 30 qualifiziert zu prognostizieren, sind Kenntnisse über seine Zusammensetzung und das jeweilige Indexgewicht. Das Indexgewicht eines Unternehmens gibt in Prozent an, wie sehr es zum aktuellen Wert des DAX 30 beiträgt. Im DAX 30 sind derzeit SAP, Siemens, Allianz, Bayer und BASF die Unternehmen mit dem größten Indexgewicht.

Die Zusammensetzung des DAX 30 hat sich seit seiner Einführung Mitte 1988 immer wieder verändert. Unternehmen wie Kaufhof, Mannesmann und Nixdorf gehörten einst dazu, sind mittlerweile aber aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr im Index vertreten. Neben dem Blick auf die einzelnen Unternehmen ist der auf die jeweiligen Branchen interessant. Die Schwergewichte sind hier die deutsche Automobilbranche sowie die Branchen Chemie und Gesundheit, Elektrotechnik und Versicherungen. Branchenspezifische Entwicklungen wie die Dieselkrise in Deutschland und dazu gehörige Entscheidungen von Unternehmen und einflussreichen Politikern können den DAX 30 direkt beeinflussen.

Einflussfaktor: Unternehmensergebnisse und Entscheidungen

Natürlich haben Ergebnisse (Gewinne, Umsätze) und Prognosen der DAX-30-Unternehmen einen großen Einfluss auf den DAX 30. Darüber hinaus sind große Unternehmensentscheidungen bedeutend. Das gilt etwa für die bereits im Mai 2016 bekannt gewordene und mittlerweile realisierte Absicht des Unternehmens Bayer, den US-amerikanischen Saatgut- und Herbizid-Hersteller Monsanto zu übernehmen. Sie belastet bis heute die Bayer-Aktie, was sich auch auf den DAX 30 auswirkt.

Politische Entscheidungen und Herausforderungen

Zahlreiche politische Entscheidungen und Entwicklungen sind weitere Einflussfaktoren, die den Kurs des DAX 30 nach unten oder oben treiben. So fiel der DAX 30 am Montag, den 18. Februar 2019, zeitweilig unter die Marke von 11.300. Experten sahen als Ursache eine Schwäche der Automobilaktien im DAX 30 und vermuteten wiederum drohende Strafzölle aus den USA als Ursache sinkender Automobilaktienkurse. Das zeigt dreierlei:

  1. Probleme in einer der für den DAX 30 besonders wichtigen Branchen können sich schnell auf den gesamten Aktienindex auswirken.
  2. Neben Fakten beeinflussen Erwartungen, Ängste und Hoffnungen den DAX 30. Die Strafzölle auf deutsche Autos sind bisher ja nur etwas, was im Raum steht. Sie sind noch keine Realität.
  3. Beeinflusst wird der DAX 30 durch Entwicklungen in bzw. zwischen verschiedensten Ländern. Das gilt nicht zuletzt, weil viele große Unternehmen in Deutschland stark exportorientiert sind. Und es gilt insbesondere bei Märkten wie den USA, die für die deutsche Wirtschaft besonders wichtig sind.

Auch Ereignisse wie der Brexit und sein Ablauf sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China haben Einfluss auf den DAX 30. Arbeitslosenzahlen in den USA können den Kurs ebenfalls verändern. So führte ein überraschender Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten für einen Kursrutsch beim DAX 30. Das meldete die Börsenseite der ARD am 14. Februar.

Ebenfalls wichtige Faktoren: Ängste und Hoffnungen

Die drohenden Autozölle in den USA haben bereits das Thema „Ängste“ berührt. Oft sind es eher Erwartungen als Ereignisse, die sich auf den DAX 30 auswirken. Dazu können Konjunkturprognosen gehören, Vermutungen über politische Entwicklungen und bisweilen auch Image von Unternehmen. So berichtete die Börsenseite der ARD ebenfalls am 14. Februar, dass ein „ebenso kräftiger wie überraschender Rückgang der Einzelhandelsumsätze“ in den USA im Dezember Konjunkturängste geschürt und Börsenkurse weltweit beeinflusst hat. Der DAX sei beispielsweise nachmittags nach Bekanntgabe der US-Daten um über 100 Punkte eingebrochen.

Kurse sollte man ebenso beobachten wie Faktoren

Bei Ängsten und Hoffnungen handelt es sich um psychologische Einflüsse, die sich bisweilen sehr kurzfristig beim DAX bemerkbar machen. Deshalb ist es wichtig, den Dax-30-Realtime-Kurs ebenso stetig zu verfolgen wie die verschiedenen Einflussfaktoren. Informationen sind oft bares Geld wert. Das gilt insbesondere bei der Investition in Aktien oder Aktienindizes wie den DAX 30.

(Redaktion)


 


 

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