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Was die Strafzölle für deutsche Autobauer und ihre Aktienkurse bedeuten

Der Handelsstreit zwischen den USA auf der einen Seite und Industrienationen wie China, Deutschland und den übrigen Staaten der EU auf der anderen Seite droht, sich durch eine mögliche Ausweitung der Einfuhrzölle weiter zuzuspitzen.

So lassen sich jedenfalls die neuesten Überlegungen des US-Präsidenten Donald Trump deuten, der neben den Zwangsabgaben auf Stahlprodukte nun auch Zölle auf importierte Autos in Erwägung zieht. Der Präsident sieht die Importautos als ernste Bedrohung der heimischen Autoindustrie und erkennt darin gar einen Angriff auf die nationale Sicherheit. Die Drohung ist dabei nicht neu, denn bereits kurz nach seiner Amtseinführung hatte Trump derartige Schritte öffentlich angedacht.

Wie stets bei derartig brisanten Nachrichtenlagen, gehörten die Börsen zu den schnellsten Indikatoren, um die Durchschlagkraft solcher Aussagen zu überprüfen. Doch dieses Mal verhielten sich die Kurse der Aktien aus der Automobilbranche relativ ruhig – sehr zu Beruhigung vieler institutioneller und privater Investoren. Denn auch wer sich als Kleinanleger für die Autotitel und andere Börsenwerte interessiert, kann heutzutage dank des modernen Internets sehr viel besser mit ihnen handeln. Eine Plattform wie Weiss Finance bietet dabei die Möglichkeit, an der Börse zu spekulieren oder auf andere Werte wie Anleihen, Rohstoffe oder Devisen zu setzen. Ein Vorteil des Onlinehandels ist, dass die Orders mit nur wenigen Klicks ausgeführt werden können, was den Kapitalanlegern die Chance gibt, nahezu in Echtzeit auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und einzelne Positionen im Portfolio abzustoßen oder nachzukaufen. Besonders in unseren heutigen, schnelllebigen Zeiten sind oftmals rasche Aktionen gefragt, beispielsweise wenn es aktuelle Meldungen zu Sanktionen oder neuen Handelszöllen gibt. Je schneller Anleger hierauf reagieren, desto bessere Chancen haben sie, den Wert ihrer Kapitalanlage zu schützen oder zu mehren.

Dieses Mal blieben Anleger trotz der erneuten Androhung davor verschont, in Hektik zu verfallen. Dafür gibt es gute Gründe – zumindest für die deutsche Autoindustrie. Denn auch wenn die USA ein riesiger Markt sind, bewegen sich die Exporte deutscher Hersteller in das Land doch in einem vergleichsweise niedrigen Rahmen. Einer der Hautgründe dafür ist, dass Produzenten wie BMW oder Mercedes, deren meist hochpreisigen Modelle seit jeher von den Käufern in den Vereinigten Staaten gerne gekauft werden, inzwischen längst über Fabriken vor Ort verfügen. So sind beispielsweise die vielen auf den US-Straßen kurvenden SUVS von BMW in einem US-Werk entstanden. Für diese wie auch andere in den USA gefertigte Pkw-Modelle gilt, dass sie von den Zöllen nicht betroffen sind.

Und auch ein Hersteller wie Volkswagen, der jährlich Hunderttausende Modelle in die Staaten verschifft, könnte die angedrohte Anhebung der Zölle relativ gut verschmerzen. Dabei wäre die Steigerung immens, denn momentan liegt der Zoll bei gerade 2,5 Prozent. Im Raum steht eine Erhöhung auf 25 Prozent, was annähernd einer Verzehnfachung des Satzes entspricht. Doch selbst wenn dieser Betrag vollständig von VW übernommen und kein einziger Dollar auf die US-Kunden umgewälzt würde, wäre die zusätzliche Belastung für den Konzern zu stemmen: Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von unter 20.000 Euro entsprächen die Zusatzkosten bei einem Exportvolumen von 200.000 rund 800 Millionen Euro. So nennenswert dieser Betrag auch ist, das Potenzial, den Aktienkurs von VW ins Schlingern zu bringen, hat er nicht. Ähnlich sieht es auch bei den US-Exporten der übrigen Hersteller aus, weshalb sich Anleger wegen der beschränkten Auswirkungen keine großen Sorgen machen müssen. Die Lage würde sich ändern, wenn weitere Staaten zu vergleichbaren Maßnahmen greifen. Unter einem solchen Zoll- und Handelskrieg würden jedoch die Volkswirtschaften aller Nationen, die Waren exportieren, leiden.

(Redaktion)


 


 

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