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ZOB und Bahnhof Bergedorf

Aktuelle Planung und Kostenentwicklung ZOB Bergedorf

Auf der Grundlage neuer Kostenberechnungen hat der Senat heute der Bewilligung von zusätzlichen Mitteln für den Bau des ZOB Bergedorf in Höhe von 16,8 Millionen Euro zuzüglich eines Risikozuschlags in Höhe von 4,0 Millionen Euro zugestimmt. Weitere 2,5 Millionen Euro werden durch Zahlungen der DB bzw. des Investors Fundus gedeckt.

Die Bürgerschaft hatte am 8.12.2005 dem Neubau des ZOB und des Bahnhofs Bergedorf mit vorläufig geschätzten reinen Baukosten von rund 20,8 Millionen Euro zugestimmt. Das Vorhaben ist ein zentrales Element zur Aufwertung des Bergedorfer Zentrums. Die Kosten, die dem damaligen Bürgerschaftsbeschluss zu Grunde lagen, beruhten auf Vorplanungen und Schätzungen aus dem Jahre 2003. Die Realisierung der Maßnahme wurde auf die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) als zukünftigen Betreiber der ZOB-Anlage übertragen. Seitens der VHH wurde ein Projektsteuerer eingesetzt. In den Jahren 2006 / 2007 fand die weitere Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses zwischen DB und VHH statt.

Nach ersten Hinweisen auf erhebliche Mehrkosten wurde in der zweiten Jahreshälfte 2008 die Bürgerschaft informiert. Im September 2008 hat sich die VHH von dem Projektsteuerer getrennt und wurde ein unabhängiges Ingenieurbüro mit der Prüfung der Kosten beauftragt. Nachdem zu Beginn 2009 die Projektstrukturen unter Einbeziehung externer Gutachter revidiert wurden, hat die VHH im April 2009 einen neuen Projektsteuerer eingesetzt, mit dem vorrangigen Auftrag der zeitnahen Erstellung von neuen Bau- und Kostenunterlagen. Diese liegen nunmehr vor und sind Grundlage der heutigen Senatsentscheidung. 

Der Senat wird zudem auf Wunsch der BSU, neben externem Sachverstand den Rechnungshof bitten, die Ursachen der Kostenentwicklung zu prüfen und hierüber zu berichten, auch mit Blick auf Konsequenzen für künftige, vergleichbar komplexe Vorhaben. 

Wesentliche Gründe für die Kostensteigerungen:

  • 4,4 Millionen Euro unter anderem für Erschließungsmaßnahmen, Sicherungsmaßnahmen der Bahn sowie für eine Regenwasser-Sedimentationsanlage, die auf Grund neuer Umweltauflagen notwendig geworden ist. Diese Kosten waren in der Schätzung aus dem Jahre 2003 noch nicht enthalten.
  • Bei dem Neubau des DB-Empfangsgebäudes sind durch erhöhte Sicherheits- und Betriebsstandards der Bahn Mehrkosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro zu erwarten.
  • Auf Grund der Komplexität des Vorhabens haben sich die Nebenkosten unter anderem für Planungen gegenüber der pauschalen Schätzung aus 2003 um rund 5,0 Millionen Euro erhöht. 

Weitere Ausgabensteigerungen ergeben sich unter anderem aus erheblichen Sanierungskosten des hoch kontaminierten Baugrundes, in dem Reste aus drei Generationen Eisenbahninfrastruktur lagen. Eine Baupreissteigerung um rund 12 Prozent gegenüber den Ansätzen aus dem Jahre 2003 hat zum Gesamtkostenanstieg beigetragen. 

Entsprechend der städtebaulichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Maßnahme als attraktives Tor zum Zentrum von Bergedorf strebt der Senat eine zügige Fertigstellung der Bauarbeiten an. Bei den Mehrkosten handelt es sich um einen unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedarf, bei dem mit Zustimmung des Senats über- und außerplanmäßige Ausgaben geleistet werden können. Diese bedürfen der nachträglichen Genehmigung der Bürgerschaft. Mitte 2010 sollen der ZOB, das neue Parkhaus und das neue Empfangsgebäude der Bahn fertig gestellt sein.

Bezirksamt Bergedorf

(Redaktion)


 


 

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