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Hamburger Investmentmarkt übertrifft 4-Milliarden-Euro-Marke

Der Immobilien-Investmentmarkt in Hamburg hat in den ersten drei Quartalen 2018 ein Investmentvolumen von 4,02 Milliarden Euro erreicht. Nach Angaben des internationalen Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate entspricht dies einer Steigerung um knapp 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allein im dritten Quartal haben Immobilien im Wert von mehr als 1,81 Milliarden Euro den Eigentümer gewechselt, so die Analyse des Immobiliendienstleisters. Bemerkenswert sei das Rekordvolumen von Einzeltransaktionen, das mit 3,45 Milliarden Euro deutlich über allen zuvor verzeichneten Resultaten liege, so Heiko Fischer, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Hamburger Niederlassungsleiter.

Hamburg bundesweit auf Rang vier

Objekte, die im Rahmen von Portfoliotransaktionen verkauft wurden, steuern gut 14 Prozent zum Ergebnis bei. Durch vergleichsweise viele Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich liege das durchschnittliche Volumen pro Verkauf „bei hohen 38 Millionen Euro“. Im bundesweiten Vergleich ordnet sich Hamburg laut Mitteilung hinter Frankfurt mit 6,79 Milliarden Euro, München mit 4,90 Milliarden Euro und Berlin mit 4,83 Milliarden Euro auf Rang vier ein.

Topverkäufe: Springer Quartier, Hanseviertel und Olympus Campus

Die Größenklassenverteilung wird mit knapp 37 Prozent von Transaktionen über 100 Millionen Euro angeführt. In dieses Segment fallen bereits sieben Deals, zu denen allen voran der Verkauf des Springer Quartiers mit rund 400 Millionen Euro im ersten Quartal zählt, zudem das im dritten Quartal verkaufte Hanseviertel in der Innenstadt sowie der Olympus Campus in der City Süd. Zusammen mit Verkäufen zwischen 50 und 100 Millionen Euro, die knapp 22 Prozent zum Ergebnis beitragen, zeichnen Transaktionen über 50 Millionen Euro für gut 58 Prozent des Ergebnisses verantwortlich.

Auf dem zweiten Platz landet jedoch die Größenklasse 25 bis 50 Millionen Euro, in die mit fast 26 Prozent mehr als eine Milliarde Euro investiert wurde – laut BNP Paribas Real Estate „ein absoluter Rekordwert“. Weitere 13 Prozent entfallen auf Verkäufe von 10 bis 25 Millionen Euro, gut 3 Prozent auf Deals bis 10 Millionen Euro.

Mehr als die Hälfte der Objekte sind Büroimmobilien

Weitere Ergebnisse der Analyse nach dem dritten Quartal 2018: Bei der Verteilung der Investments nach Objektart sind prozentual nur geringe Unterschiede gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Büroimmobilien tragen erneut mehr als die Hälfte zum Volumen bei. Einzelhandelsobjekte kommen mit knapp 16 Prozent auf den zweiten Platz, von dem sie im Vorjahr von den Hotels verdrängt wurden. Diese kommen aktuell auf rund sieben Prozent.

Während Logistik-Objekte erneut bei fünf Prozent landen, entfällt mit einem Fünftel der Investments ein hoher Anteil auf die Kategorie „sonstige“, zu der unter anderem der Kauf der „Pflege & Wohnen“-Objekte durch die Deutsche Wohnen zählt.

Trotz einiger großer Verkäufe bleibt das Angebot in der Innenstadt und der HafenCity deutlich hinter der Nachfrage zurück. Die zentralen Lagen erzielen mit einem Drittel des Volumens ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr und kommen auf den zweiten Rang.

Die Nebenlagen profitieren neben dem genannten Pflegeimmobilien-Portfolio von einer hohen Anzahl verkaufter Objekte und liegen mit gut 41 Prozent an erster Position. Der Cityrand büßt erhebliche Anteile ein und landet mit einem Viertel des Resultats auf dem dritten Rang. Die Peripherie spielt mit fast zwei Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Ausländische Investoren zurückhaltend

Grundsätzlich verteilen sich die Investments laut Analyse des Immobiliendienstleisters recht breit über die verschiedenen Käufergruppen. Dabei setzen sich Pensionskassen mit wenigen großvolumigen Käufen wie dem Springer Quartier und dem Olympus Campus an die Spitze der Investorenliste. Spezialfonds verbuchen unter anderem den Kauf des Sumatrakontors in der HafenCity auf ihrem Konto. Fast 14 Prozent entfallen auf Immobilien-AGs und REITs (Real-Estate-Investment-Trust), die damit den dritten Rang belegen. Darüber hinaus steuern auch Investment- und Asset-Manager knapp 13 Prozent zum Ergebnis bei.

Ausländische Investoren seien in der Hansestadt bisher noch etwas unterrepräsentiert, heißt es in der Mitteilung. Ihr Anteil liege mit rund 19 Prozent sowohl deutlich unter dem Vorjahr mit 43 Prozent als auch unter dem bundesweiten Wert von 40 Prozent.

Vor dem Hintergrund der „positiven Stimmung und einer gut gefüllten Pipeline“ rechnet der Immobiliendienstleister auch weiterhin von einem regen Marktgeschehen und einem erfolgreichen Schlussquartal 2018.

(Redaktion / BNP Paribas Real Estate)


 


 

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