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Preisobergrenze für Zinshäuser scheint erreicht – Verkäufe vor allem außerhalb klassischer Lagen

Engel & Völkers Commercial hat den „Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport 2013/2014“ veröffentlicht. Demnach sind wenige Zinshäuser in klassischen Stadtteilen am Markt. Spitzenreiter bei gehandelten Objekten ist Hamburg-Harburg. Die Obergrenze für Kaufpreise in guten bis sehr guten Lagen scheint erreicht zu sein.

Das niedrige Zinsniveau und der Trend in Sachwerte zu investieren, sorgen weiterhin für eine gute Ausgangsposition für Verkäufer von Immobilien. Im Hamburger Raum übersteigt die Nachfrage von Wohn- und Geschäftshäuser das Angebot.

Bei angemessenen Preisforderungen werde in allen Lagen gekauft. Die Käufer seien vornehmlich eigenkapitalstarke, ortansässige Erstkäufer oder private Bestandshalter, die ihr Geld gezielt in Immobilien investieren, weil Anlagealternativen fehlen. Als Verkäufer seien zum Beispiel professionelle Bestandshalter aktiv, die die noch anhaltende Hochpreisphase nutzen, umGewinne zu realisieren, heißt es im „Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport 2013/2014“.

Nur sechs Verkäufe in Harvestehude, drei in St. Georg. „Wer ein Zinshaus in der Hansestadt erwerben möchte, sollte den Blick auch über die klassischen Lagen hinaus wagen“, berichtet Oliver Ihrt, Leiter des Bereichs Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Hamburg. Spitzenreiter bei der Anzahl der verkauften Anlageimmobilien in der Hansestadt ist derweil der Stadtteil Harburg mit 20 Verkäufen, gefolgt von Rahlstedt (16) sowie Heimfeld und Barmbek-Süd (je 15 Verkäufen). Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsimmobilien für Gewerbeimmobilien Engel & Völkers Commercial hervor.

Mieten auf hohem Niveau
„Die Kaufpreise sind in den Toplagen auf einem Allzeithoch, werden jedoch aufgrund des kaum vorhandenen Angebots oftmals innerhalb von sehr kurzen Vermarktungszeiten gezahlt“, ergänzt Oliver Ihrt. Beim Kauf von Wohn- und Geschäftshäusern würden in den sehr guten Lagen durchschnittlich 3.000 Euro und in den guten Lagen 2.500 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Die einfachen Lagen seien mit einem Durchschnittswert von 1.400 Euro pro Quadratmeter deutlich preiswerter.

Auch die Mieten seien weiterhin auf hohem Niveau. In Spitzenlagen würden bis zu 22 Euro pro Quadratmeter erzielt. In den guten Lagen liege die Spanne zwischen 10,50 und 15 Euro pro Quadratmeter. „In Stadtteilen wie Barmbek, Lokstedt, Stellingen, Hamm, Horn und Wandsbek sind oftmals bei einer Neuvermietung noch größere Potenziale für Mietsteigerungen vorhanden als in den traditionellen Lagen“, unterstreicht der Immobilienexperte.

Ungebremste Nachfrage nach Wohnraum

Insgesamt ging die Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser 2012 im Vergleich zum Vorjahr lediglich um vier Prozent auf 404 zurück. „Das dazugehörige Umsatzvolumen reduzierte sich um drei Prozent auf rund 873 Millionen Euro“, so Oliver Ihrt. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie habe aufgrund des allgemeinen Preisanstiegs einen Wert von 2,16 Millionen Euro erreicht. Mit einer Leerstandsquote von nur 1,6 Prozent belege Hamburg im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz. Die Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere nach kleinen Wohneinheiten für ein bis zwei Personen, sei ungebremst hoch.

Ausblick 2013
Engel & Völkers Commercial Hamburg geht davon aus, dass sich der Markt für Wohn- und Geschäftshäuser in der Hansestadt im Gesamtjahr 2013 wegen des weiterhin verhaltenen Angebots wohl auf einem ähnlichen Niveau bewegen wird wie im Vorjahr. „Wir rechnen mit 390 bis 410 Transaktionen und einem Umsatzvolumen von 850 bis 900 Millionen Euro“, prognostiziert Oliver Ihrt. Außerdem erwarten die Immobilienexperten für das laufende Jahr keine oder allenfalls nur noch geringe Preisanstiege.

(Redaktion)


 


 

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