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Arbeits- und Führungskultur

Management im Zeitalter der Digitalisierung

In Wirtschaft und Gesellschaft zeichnet sich eine grundlegende Veränderung ab: Das Thema „Demokratisches Unternehmen“ liegt in der Luft. Denn der Ruf nach Beteiligung und Einflussnahme wird insgesamt immer wichtiger. Zugleich erleben wir geradezu eine Explosion an neuen Möglichkeiten der Beteiligung durch die Digitalisierung. Das Buch „Das demokratische Unternehmen“ greift diese aktuellen Herausforderungen auf und zeigt, welche Vorteile, Chancen, aber auch Risiken in der Demokratisierung der Arbeitswelt liegen.

„Das demokratische Unternehmen“ ist ohne Zweifel eines der wichtigsten aktuellen Managementbücher. Unter der Federführung des Ex-Personalmanagers Thomas Sattelberger haben sich Experten aus der Forschung und der Praxis zusammengetan, um die neuen „Arbeits- und Führungskulturen im Zeitalter digitaler Wirtschaft zu skizzieren.“ Die Autoren stellen die gängigen Managementtheorien und vor allem die gängige Managementpraxis auf den Prüfstand. Ihr Ziel ist es, die Unternehmensführung auf eine neue, demokratische Grundlage zu stellen.

Es geht auch anders

Dass sich Unternehmen demokratisch organisieren lassen, ist längst empirische Realität – aber auch längst kein Selbstläufer. Am weitesten gehen Unternehmen wie die Haufe-Umantis AG – bis zur Geschäftsführung stehen sämtliche Leitungsposten jährlich zur Disposition, genauer ausgedrückt, zur Wahl. Der CEO von Haufe-Umantis, Marc Stoffel beschreibt, welche Settings nötig sind, um eine demokratische Unternehmensorganisation zum Erfolg zu führen. Und zwar unter Berücksichtigung von Situationen, in denen Top-down-Entscheidungen nötig sind.

Innovation braucht Freiheit

Thomas Sattelberger bettet das Thema „demokratisches Unternehmen“ gesellschaftspolitisch ein. Nur wenn aus Mitarbeitern Unternehmensbürger werden, so Sattelberger, könne Deutschland auch jenseits von Rationalisierung und Effizienzinnovationen Anschluss an den Weltmarkt finden. Zwar sei Deutschland „das Maschinenhaus der Welt“, aber die USA eilten „als das Digital House davon“. Um diese Lücke zu schließen, braucht es nach Sattelberger vor allem agile Unternehmen und mit hohen Freiheitsgraden ausgestattete Mitarbeiter.

Die Digitalisierung setzt einen umfassenden Transformationsprozess in Gang

In weiteren Beiträgen zeigen die Autoren, unter anderem Bundesministerin Andrea Nahles, Kira Marrs und Andreas Boes vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung in München und Dieter Schwer vom Bundesverband der Deutschen Industrie, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen und welche Strategien greifen, um durch die Digitalisierung in allen unternehmerischen Bereichen neue Werte zu schaffen. Damit legt das Buch den Grundstein für den Umgang mit einem Transformationsprozess, der die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern wird.

Das Buch: Thomas Sattelberger/Isabell Welpe/Andreas Boes (Hrsg.), „Das demokratische Unternehmen“, Haufe Lexware, ISBN 3648074342

„Das demokratische Unternehmen“ wurde auf der Frankfurter Buchmesse als „Managementbuch des Jahres“  ausgezeichnet.

(Wolfgang Hanfstein / www.Management-Journal.de)


 


 

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