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Arbeitsmarkt - Es droht ein dunkler Herbst

So mancher Politiker streckt dieser Tage den Daumen in die Höhe. Vermittelt den Eindruck, als sei die große Krise vorbei. Der Stellenabbau beendet. Der Aufschwung greifbar. Weit gefehlt.

Auch wenn sich genau das die Regierungsparteien CDU und SPD in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs wünschen. So ist es nicht. Für den Arbeiter an der Werkbank ist die Krise noch nicht vorbei. Ganz im Gegenteil. Die nächsten Wochen und Monate könnten zu den schlimmsten überhaupt werden. Dem Arbeitsmarkt droht ein dunkler Herbst. Das hat die Arbeitsagentur schon lange erkannt und gehandelt. Mit Tausenden zusätzlichen Mitarbeitern bereitet sie sich auf den Tiefpunkt der Krise auf dem Stellenmarkt vor.

Der Grund: Kurzarbeit ist zwar eines der bisher effektivsten Mittel zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes.

Sie wird aber die Massenentlassungswelle nicht verhindern, sondern lediglich verzögern. Bestenfalls abschwächen. Viele Firmen-Chefs haben in der Hoffnung Kurzarbeit beantragt, die Auftragslage würde sich bald bessern. Einige behielten recht. Aber zu viele müssen erkennen, dass ihr Aufschwung nicht in Sicht ist. So manche Firma wird deshalb in den nächsten Wochen die Kurzarbeit beenden und Mitarbeiter entlassen. Die Arbeitsagentur weiß das seit Monaten.

(Redaktion)


 


 

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