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Modellprojekt Umwelthandwerker für Flüchtlinge

Während der Aktionswoche Umwelt im Elbcampus stellten 22 Flüchtlinge aus sechs Nationen Mitte Januar 2017 ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in der Umwelttechnik unter Beweis. Ein Schritt in Richtung zur bundesweit einzigartigen Qualifizierung „Technik – Umwelt – Deutsch.“

Sie wollten zeigen, was sie können: Ob Elektro-Motoren montieren, effiziente Heizungsanlagen installieren oder andere Aufgaben im weiten Bereich des Umwelthandwerks – 22 Flüchtlinge aus sechs Nationen waren im Rahmen der Aktionswoche Umwelt vom 16. bis 19. Januar 2017 im Elbcampus, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg, angetreten, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Umwelttechnik vorzustellen.

Mit der Aktionswoche Umwelt startete das Modellprojekt „Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge“. Wenn alles klappt, beginnen die Teilnehmer nach der Ermittlung ihrer Vorqualifikation im Februar den bundesweit einzigartigen Lehrgang „Technik – Umwelt – Deutsch“. Die ersten Schritte auf der neuen Brücke in Umweltberufe haben die 22 Männer aus Syrien, Eritrea, Iran, Irak und Afghanistan damit schon geschafft. Viele bringen bereits technische Diplome aus den Fluchtländern mit.

Berufliche Sprachkompetenz und Fachausbildung

Die Teilnehmer der Aktionswoche waren zuvor in Zusammenarbeit des Projektes mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem NOBI Netzwerk und den Hamburger Trägern der Flüchtlingshilfe ausgewählt worden. Wenn sie den fünfmonatigen Lehrgang absolvieren, dann erhalten sie fachsprachlichen Unterricht und werden für weiterführende umwelttechnische Fachlehrgänge vorbereitet, teilt die Handwerkskammer Hamburg mit. Ergänzt werde dies durch praktische umwelttechnische Werkstattübungen sowie zahlreiche Exkursionen und Betriebsbesuche im Bereich Energie und Umwelt.

Modellprojekt für ganz Deutschland

Ziel ist es, dass die Teilnehmer den Lehrgang „Technik – Umwelt – Deutsch“ mit einem „B2 – Deutsch für den Beruf“-Sprachzertifikat beenden. Parallel unterstützt das Projektteam sie bei der Suche nach der passenden Anschlussperspektive. Bewährt sich das Modell, soll es bundesweit verbreitet werden.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und auch finanziell mit 278.500 Euro. Das Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) am Elbcampus setzt es um.

(HWK / Redaktion)


 


 

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