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Arbeitsschutz

Sonderkontrollen: Einige Betriebe müssen nachbessern

Keine gravierenden Mängel im Arbeitsschutz, aber Auflagen und Nachkontrollen für einige Unternehmen – das ergaben Sonderbetriebsprüfungen des Amts für Arbeitsschutz in Hamburg anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheitsschutz am 28. April 2018.

Im Fokus der Aktion standen in diesem Jahr Klein- und Mittelunternehmen. Laut Mitteilung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz von Anfang Mai wurden insgesamt 177 Betriebe überprüft, von Chemischen Reinigungen über Nagelstudios bis zu Autovermietungen und kleinen Lager- und Speditionsbetrieben. Hinzu gekommen seien spezielle Kontrollen bei 48 Baubetrieben.

Folgebesichtigungen möglich

Gravierende Mängel, die beispielsweise zur Stilllegung von Arbeitsbereichen oder Maschinen geführt hätten, seien nicht festgestellt worden, heißt es. Einige Unternehmen müssten jedoch Verbesserungen nachweisen und mit Folgebesichtigungen rechnen.

Wie die Behörde mitteilt, stand die Aufklärung von Klein- und Mittelbetrieben über ihre Verpflichtungen im Arbeitsschutz im Mittelpunkt. Geprüft worden sei, ob die Basisanforderungen des Arbeitsschutzes organisatorisch und inhaltlich erfüllt werden.

Im Rahmen der Gesamtaktion wurden speziell 48 Betriebe des Baugewerbes auf 17 Großbaustellen hinsichtlich des vorschriftsmäßigen Einsatzes von Gefahrstoffen, der dafür erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen und Unterweisungen der Mitarbeiter sowie der Arbeitszeitregelungen hin überprüft.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr lag ansonsten auch in der Information über das neue Mutterschutzgesetz, das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist. Im Fokus standen hier die Beurteilung der Arbeitsbedingungen und die Ermittlung des grundsätzlichen Bedarfs an Schutzmaßnahmen für werdende und stillende Mütter.

Knapp ein Drittel ohne geeignete Arbeitsschutzorganisation

52 Prozent der Besuche wurden in Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Arbeitnehmern und 30 Prozent in Betrieben mit 10 bis 19 Beschäftigten durchgeführt. Von den besichtigten Unternehmen haben 37 Prozent die gesetzlichen Anforderungen für eine geeignete Arbeitsschutzorganisation erfüllt. Hingegen haben 32 Prozent bislang keine geeignete Arbeitsschutzorganisation. Die übrigen Betriebe haben die Arbeitsschutzanforderungen teilweise umgesetzt. Eine Verteilung, die auch bei vergleichbaren Aktionen des Amts für Arbeitsschutz in den Vorjahren festgestellt wurde.

„Erneut zeigt sich: Zwar ist in Klein- und Kleinstbetrieben der Arbeits- und Gesundheitsschutz ein Thema, aber häufig fehlt die Systematik für eine nachhaltige Verbesserung“, so die Gesundheitsbehörde. Knapp die Hälfte der Unternehmen habe noch keine systematische Beurteilung der Gefährdungen an den Arbeitsplätzen vorgenommen. In etwa 70 Prozent der Betriebe würden die Mitarbeiter zum Arbeits- und Gesundheitsschutz nachweislich unterrichtet.

Download für das Arbeitsschutz-Handbuch für Kleinbetriebe

Die Verantwortlichen der Unternehmen erhielten schriftliche Informationen über Maßnahmen, die für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten erforderlich sind. Konkrete Hinweise für Verbesserungspotenzial wurden zudem mündlich erläutert. Kleinbetriebe wurden darüber hinaus zur weiteren Unterstützung unter anderem auf das „Arbeitsschutz-Handbuch“ der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg aufmerksam gemacht, das speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Download: www.hamburg.de/arbeitsschutzpublikation/4125538/d04-arbeitsschutz-handbuch

(Redaktion)


 


 

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