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Betreiber für Hanse-Netz gesucht

Ausschreibung für neues Hanse-Netz startet

Die Länder Niedersachsen, Hamburg und Bremen werden in den nächsten Tagen das auf ihrem Gebiet bislang größte Ausschreibungsverfahren im Nahverkehr auf der Schiene einleiten. Gesucht wird ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, das ab Dezember 2010 für acht Jahre das neu konzipierte Hanse-Netz zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen betreibt.

Die Auftraggeber erwarten einen intensiven Wettbewerb zwischen den Unternehmen und dadurch einen attraktiven Nahverkehr zum günstigen Preis. Den stark verbesserten Fahrplan haben die Länder einvernehmlich abgestimmt. Die Bekanntmachung der Ausschreibung wird in den nächsten Tagen im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Im Winter soll der Gewinner der Ausschreibung feststehen.

Bremen, Hamburg und Uelzen

Das Netz umfasst alle Nahverkehrslinien auf der Schiene zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen, die derzeit von der Metronom Eisenbahngesellschaft und der Deutschen Bahn betrieben werden. Pro Jahr legen die Züge über fünf Millionen Kilometer zurück, knapp 80 Prozent davon in Niedersachsen. Die Zusammenarbeit der drei Länder bei dieser Ausschreibung gewährleistet eine durchgehende Verbindung über die Ländergrenzen hinweg. Für das neue Netz hat die LNVG bereits zusätzliche Doppelstockwagen und Lokomotiven beim Hersteller Bombardier bestellt, damit künftig noch öfter und teilweise auch längere Züge fahren können. Die modernen und komfortablen Fahrzeuge mit Klimaanlage, Bistrobereich und Sitzplatzreservierungs­system vermietet die LNVG zusammen mit den derzeit von Metronom auf den Linien eingesetzten Fahrzeugen an den Gewinner der Ausschreibung. Insgesamt werden dann 20 Elektrolokomotiven und 126 Doppelstockwagen in dem Netz unterwegs sein.

"Mit dieser Ausschreibung wollen wir die bereits hohe Qualität auf diesen Linien noch weiter verbessern. Wir haben hier in den letzten Jahren einen regelrechten Ansturm von Fahrgästen erlebt, worüber wir uns natürlich sehr freuen. Daher haben wir neue Fahrzeuge gekauft und werden den Fahrplan noch einmal deutlich ausweiten", so Klaus Hoffmeister, Geschäftsführer der LNVG.

Großer Wert wird auf Service und Sicherheit gelegt

Obwohl die Vorgaben in den Ausschreibungsunterlagen in Sachen Zugbegleitpersonal schon hoch sind, werden die Unternehmen mit einem qualitativ noch besseren Service- und Sicherheitskonzept sowie zusätzlichem Einsatz von Personal Zusatzpunkte bei der Angebotsauswertung erhalten.

Mögliche Konflikte mit dem Güterverkehr von und zum Hamburger Hafen konnten zunächst geregelt werden. Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Anja Hajduk: „Dass wir ab Dezember 2010 die Durchfahrt von Regionalzügen zum Hamburger Hauptbahnhof vorbehaltlich einer Überprüfung im Jahr 2014 ausweiten werden, ist ein schöner Erfolg im Interesse der vielen Menschen, die ihr Auto stehen lassen und stattdessen die Bahn nutzen.“

Neue Konzeption des Fahrplans

Zwischen Bremen und Hamburg wird neben der schon jetzt bestehenden Express-Linie (heute Metronom "ME"), die in den aufkommensstärksten Bahnhöfen hält, eine weitere durchgehende Metropol-Linie mit Halt an allen Stationen geschaffen. Letztere ersetzt die beiden Linien zwischen Bremen und Rotenburg (heute "RB" der Deutschen Bahn) sowie zwischen Tostedt und Hamburg (heute Metronom "MEr") und schließt so die bisher bestehende Lücke zwischen Rotenburg und Tostedt. Damit erhalten alle zwischen Bremen und Hamburg liegenden Stationen ganztags halbstündlich bzw. stündlich schnelle Direktverbindungen in die beiden Metropolen.

"Die Zahl der Direktverbindungen zwischen Bremen und Hamburg Hauptbahnhof wird damit fast verdoppelt", so Dr. Reinhard Loske, Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa. "Mit dem neuen Hanse-Netz wird der öffentliche Nahverkehr zwischen den beiden Hansestädten besser, schneller und moderner! Das ist gut für die Kunden und stärkt das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn."
Zudem werden für die Pendler aus Richtung Buchholz und Lüneburg zusätzliche Züge nach Hamburg in den Hauptverkehrszeiten eingesetzt, so dass die heute teilweise sehr stark besetzten Züge entlastet werden und mehr Fahrgäste einen Sitzplatz finden.


 


 

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