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Betreiber für Hanse-Netz gesucht

Ausschreibung für neues Hanse-Netz startet

Neues Betriebskonzept

Über das neue Betriebskonzept hatten die Länder in den letzten Wochen intensiv verhandelt. Zunächst war fraglich gewesen, ob alle Züge von Bremen über Harburg hinaus direkt bis zum Hamburger Hauptbahnhof fahren können. Mögliche Konflikte mit dem Güterverkehr von und zum Hamburger Hafen konnten die Auftraggeber nun jedoch durch eine Vereinbarung regeln. Diese sieht gegenüber heute wesentlich mehr Direktfahrten zum Hamburger Hauptbahnhof vor: Ab Dezember 2010 werden alle von Bremen und Uelzen kommenden Züge ganztägig bis zum Hamburger Hauptbahnhof durchfahren. Die Züge der an allen Stationen haltenden Metropol-Linie aus Lüneburg werden wie bisher in den Hauptverkehrszeiten zum Hauptbahnhof fahren. Damit erhöht sich die Anzahl der Direktfahrten zum Hamburger Hauptbahnhof an Werktagen um insgesamt 30 gegenüber den heutigen 134 Durchbindungen.

Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es in den nächsten Jahren im Falle eines steigenden Güterverkehrsaufkommens aus und in Richtung der Hafenbahnhöfe doch noch zu Trassenkonflikten zwischen Güter- und Personennahverkehr kommt. Daher werden die Länder gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, um gegenüber dem Bund sowie der DB Netz AG als Eigentümerin des Schienennetzes die notwendigen Infrastrukturausbauten durchzusetzen. Des Weiteren haben die LNVG, Hamburg und Bremen vereinbart, dass sie im Jahre 2014 gutachterlich prüfen werden, ob die Anzahl der bis zum Hamburger Hauptbahnhof fahrenden Züge des Hanse-Netzes bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahre 2018 beibehalten werden kann. Sollte dies aufgrund eines zu stark gestiegenen Güterverkehrsaufkommens nicht möglich sein, werden die Länder den Fahrplan des Hanse-Netzes im erforderlichen Umfang reduzieren müssen. Eine Unterschreitung des Leistungsumfangs des Jahres 2009 wurde jedoch ausgeschlossen.

Hintergrund

Hamburg, Bremen und die LNVG, eine Gesellschaft des Landes Niedersachsen, sind in ihrem jeweiligen Bereich zuständig für die Planung und Finanzierung des Nahverkehrs auf der Schiene. Sie beauftragen die Eisenbahn­unter­nehmen mit der Durchführung der Verkehre und vergeben Fördermittel für diverse Nahverkehrs-Projekte. Die Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen decken im Nahverkehr nur zu einem Teil die Betriebskosten der Eisenbahnunternehmen. Um die so entstehenden Defizite der Eisenbahnverkehrs­unter­nehmen zu decken, zahlen die Länder Zuschüsse aus den ihnen vom Bund bereitgestellten Mitteln (so genannte Regionalisierungsmittel). Um diese Zuschüsse so weit wie möglich zu reduzieren, haben sie sich zum Ziel gesetzt, den Wettbewerb unter den Eisenbahnunternehmen zu stärken und die Verkehrsleistungen jeweils an den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergeben.

(Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt)


 


 

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