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Bastian Blietz: „Sportvereine und Sportevents müssen sich immer professioneller aufstellen, um Sponsorengelder zu bekommen“

Sportvereine und Mannschaften wie die Ellerbeker Handballer sind nicht nur Sportfans ein Begriff. Weniger bekannt sein dürfte, dass ein Großteil der Vereine stetig und kräftig die Werbetrommel rühren muss, um Sponsorengelder zu bekommen. Ein Bereich, in dem Bastian Blietz unterwegs ist. Der 37-jährige Sportfachwirt sucht und betreut über seine Firma BBSportmarketing Unterstützer für Sportvereine und -veranstaltungen. Mit Business-on.de sprach er über sein berufliches Umfeld in der Metropolregion Hamburg.

business-on.de: Was machen Sie beruflich genau?

Bastian Blietz: Seit 2007 bin ich im Bereich Sportmarketing unterwegs. Ich betreue einige Sportveranstaltungen und Vereine im Bereich Sponsoring . Meine Aufgaben sind hierbei die Durchführung und Planung von Veranstaltungen sowie die Akquise neuer Sponsoren und die Betreuung des vorhandenen Sponsorenpools. Momentan bin ich im Randgebiet von Hamburg aktiv, betreue den TSV Ellerbek Handball (Oberliga Männer), sowie die SGH Rosengarten-Buchholz (2. Bundesliga Frauen). Hinzu kommen zwei Wochenendveranstaltungen in Norderstedt, zum einen den Norderstedter Stadtlauf und ein Beachhandball-Turnier.

business-on.de: Sie sind also vorwiegend im Hamburger Umland tätig. Wie sieht der Wettbewerb in Ihrer Branche dort aus?

Bastian Blietz: Es gibt in der Metropolregion eine große Anzahl von Unternehmen, die sich im Sportsponsoring engagieren und somit auch Möglichkeiten zur Entwicklung von sportlichen Projekten geben. Durch die Größe der Stadt Hamburg können viele verschiedene Sportarten überleben und es gibt dementsprechend eine hohe Anzahl an Sportveranstaltungen.

business-on.de: Wie wichtig ist für Sie im Umfeld des Sponsorings berufliches Netzwerken? Wie nutzen Sie es und sind Sie selbst Mitglied in Vereinen oder Clubs?

Bastian Blietz: Ohne Netzwerk kommt man nicht weiter, da man immer neue Kontakte generiert und somit sein Betätigungsfeld erweitert. Ich versuche in meinem Netzwerk möglichst viele Menschen zu finden, die Interesse daran haben, sich im Sport zu engagieren. Hierbei helfen Plattformen wie Xing oder Linkedin, teilweise sogar auch schon Facebook. Natürlich stehen persönliche Gespräche im Vordergrund und bringen den meisten Erfolg, aber für die erste Kontaktaufnahme sind diese Plattformen teilweise hilfreich. Ich habe schon zahlreiche Clubs besucht in denen „genetzwerkt“ wird und war immer recht angetan von den Veranstaltungen, da neue Kontakte gefunden wurden, meist sogar Geschäftsabschlüsse zustande gekommen sind. Mit meiner Firma bin ich im Club 100 beim TSV Ellerbek Handball, dieser dient zum Austausch der Sponsoren rund um die Heimspiele und bei weiteren Treffen außerhalb der Handballhalle.

business-on.de: Wie beurteilen Sie die Zukunft Ihrer Branche in der Region?

Bastian Blietz: In Zukunft werden sich die Sportvereine und Veranstaltungen immer professioneller aufstellen müssen, um Sponsorengelder zu bekommen. Deshalb sehe ich ein großes Potenzial in dieser Branche, es ist aber immer schwierig den Vereinen dies zu vermitteln. Dort wird nicht gerne in Dinge investiert, die keinen sofortigen Erfolg sichtbar werden lassen. In Zeiten von klammen Vereinskassen ist es natürlich verständlich, hemmt aber die Entwicklung eines Vereins. Viele Unternehmen möchten einen Plan vorgelegt bekommen, wie sich der Verein die Zukunft vorstellt und wofür Geld benötigt wird. Die Ausarbeitung eines Konzeptes dauert seine Zeit und somit ist sicherlich nicht sofort mit Siegen und Aufstiegen zu rechnen, aber mit einem guten Konzept und guter Außendarstellung lässt sich für Vereine viel Positives erreichen.

business-on.de: Beenden Sie diesen Satz: „Wenn ich nicht in Hamburg wäre, dann wäre ich in …“

Bastian Blietz: Irgendwo in der Metropolregion ansässig, um möglichst nah an der tollen Stadt Hamburg zu sein.

business-on.de: Wenn Sie einen Tag lang die Fäden der Stadt ziehen dürften, welche für Sie längst überfällige Entscheidung würden Sie umsetzen?

Bastian Blietz: Dann würde ich den Etat zum Erhalt der Sportanlagen erhöhen und sämtliche Schulsporthallen überholen lassen. Und die Ganztagesschule ist für die Sportvereine und die Bewegung der Kinder einfach schlecht, da der Freiraum mehr für außerschulische Aktivitäten stark eingeschränkt wird.

business-on.de: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welchen Hamburger würden Sie gern kennen lernen?

Bastian Blietz: Den Herrn Kühne würde ich gerne mal sprechen, vielleicht könnte ich ihn von weiteren Sportprojekten begeistern. ;-)

business-on.de: Herr Blietz, vielen Dank!

(Redaktion)


 


 

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