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Hamburger Business-Köpfe

Beatrice Hermann: „Beim Fotografieren geht es mir darum, die richtige Facette herauszukitzeln.“

Als selbstständige Fotografin mit Studios auf St. Pauli und in Zürich hat Beatrice Hermann in der Business-Fotografie ihren Schwerpunkt gesetzt. Ihre Leidenschaft gehört dabei den Menschen, deren Besonderheit sie auf ihren Fotos zutage fördern will. In business-on.de spricht die 44-Jährige auch über ihre Einstellung zum Netzwerken und verrät, was sie tun würde, wenn sie einen Tag lang die Fäden in Hamburg ziehen dürfte.

business-on.de: Hamburg wird gern als die schönste Stadt der Welt bezeichnet. Sehen Sie das auch so?

Beatrice Hermann: Ja, Hamburg ist tatsächlich die schönste Stadt der Welt. Und München auch. Und Zürich. Würzburg. Folkestone. Köln. Rom. Moskau. Nördlingen… Zum Glück lassen sich die meisten Städte nicht miteinander vergleichen, weil jede einzigartig ist.

business-on.de: In welcher Branche sind Sie tätig und seit wann?

Beatrice Hermann: Seit 2001 setze ich als Fotografin Menschen und Firmen aus allen Branchen in Szene. Das können Bilder für Werbekampagnen von Firmen wie etwa die Sparkasse, Zueblin oder Claire Fisher sein. Oder ich mache die Werbebilder für Online- und Print-Werbung von beispielsweise Handwerks-Firmen, Anwaltskanzleien, Unternehmensberatern.

Am liebsten fange ich die Persönlichkeit von Unternehmern, Mitarbeitern und Selbstständigen in Portraits ein. Meine Philosophie ist, dass jeder Mensch alle Facetten in sich trägt: Er ist schön und hässlich, stark und schwach. Beim Fotografieren kitzle ich die richtige Facette heraus. Diese Fotos finden sich dann zum Beispiel auch auf Social-Media-Kanälen und im Business-Marketing wieder. Tätig bin ich zu 90 Prozent im D-A-CH-Raum und zu etwa 10 Prozent im restlichen Europa.

business-on.de: Welche Vorteile hat der Standort in Hamburg, beziehungsweise in der Metropolregion Hamburg für Ihr Unternehmen?

Beatrice Hermann: Hamburg hat einfach großartige Unternehmer und die unterschiedlichsten Unternehmen zu bieten. Und laut Lagerfeld ist Hamburg „das Tor zur Welt“. Also falls nötig: Der Flughafen Hamburg steht und funktioniert einwandfrei ;-).

business-on.de: Wie wichtig ist für Sie berufliches Netzwerken? Wie nutzen Sie es? In welchen Clubs sind Sie?

Beatrice Hermann: Kontakte sind nur sinnlos, wenn man sie nicht hat! Und Netzwerken ist die einfachste Möglichkeit, noch mehr interessante Menschen kennenzulernen und Verbindungen zu schaffen. Ich war zum Beispiel zehn Jahre Mitglied bei „Business Network International“ und habe unter anderem durch meine Züricher BNI-Kontakte mein Zweit-Studio in Zürich leichter aufbauen können.

Ich bin seit rund zwölf Jahren Mitglied beim Woman Entrepreneur Club (über Xing zu finden) und habe davon einige Jahre die monatlichen Live-Treffen dieses Clubs mitorganisiert. Und hin und wieder gehe ich, meist auf Einladung, zu unterschiedlichen Events von Hamburger Business-Clubs.

Ach ja, was ich auch sehr empfehlen kann: Die meisten Xing-Live-Events machen sehr viel Spaß und man kann sich in lockerer Atmosphäre endlich mal live kennenlernen.

business-on.de: Welcher ist Ihr Lieblingsort in Hamburg oder in der Metropolregion und warum?

Beatrice Hermann: Sommer wie Winter mag ich alle Orte entlang der Elbe: Övelgönne, Blankenese, Glückstadt … Warum? Weil ich einfach das Wasser liebe und die Elbe mild und gefährlich ist.

„Planten un Bloomen“ ist mit den vielen bunten Pflanzen und Möglichkeiten wie Schlittschuhfahren im Winter oder die Wasserspiele im Sommer auch immer wunderbar. Zudem haben wir in letzter Zeit immer ein Jahresabonnement für den Tierpark Hagenbeck, weil er, als einer der wenigen privaten Zoos in Deutschland, einfach besonders ist.

business-on.de: Bitte beenden Sie diesen Satz „Wenn ich nicht in Hamburg wäre, dann wäre ich in …“

Beatrice Hermann: … in London.

business-on.de: Wenn Sie einen Tag lang die Fäden der Stadt ziehen dürften, welche längst überfällige Maßnahme würden Sie umsetzen?

Beatrice Hermann: Die Schulen umkrempeln und sie zu Orten der Neugier und Freude machen, damit unsere Kinder endlich fürs Leben lernen und nicht nur für die Schule! Der erste und leichteste Punkt dabei: Der Unterricht startet nicht vor 9.00 Uhr! Der zweite Punkt: Es gibt keinen Unterricht mehr. Zumindest nicht wie bisher.

business-on.de: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welche Hamburgerin oder welchen Hamburger würden Sie gern kennenlernen oder treffen?

Beatrice Hermann: Ich hätte sehr, sehr gerne den Publizisten Roger Willemsen persönlich getroffen. Er war ein kluger Kopf mit feinem Humor. Wir hätten sicher einen sehr amüsanten und bereichernden Tag/Abend verbracht!

Zum Thema „Schule umkrempeln“ könnte ich mich dann aber vielleicht mal mit Nena zusammensetzen, die ja 2007 eine Privatschule in Hamburg mitbegründet hat, die Kindern unter anderem die nötige Freiheit lässt, um zu wachsen und wirklich zu lernen.

business-on.de: Frau Hermann, vielen Dank!

(Das Interview führte Brigitte Muschiol)


 


 

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