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Befristete Beschäftigung

Mehr als die Hälfte der Zeitverträge unter einem Jahr Laufzeit

Im Jahr 2018 waren 8 Prozent aller Angestellten ab 25 Jahren befristet beschäftigt. Davon hatten 55,5 Prozent einen Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Wie das Statistische Bundesamt anhand aktueller Ergebnisse zur Qualität der Arbeit auf Basis der Arbeitskräfteerhebung weiter mitteilt, besaßen somit rund 1,5 Millionen der 2,7 Millionen befristet Beschäftigten einen Zeitvertrag von unter einem Jahr. Bei 21,2 Prozent der Befragten betrug die Befristung ein bis unter zwei Jahre, bei weiteren 12,6 Prozent zwei bis unter drei Jahre. 10,7 Prozent gaben an, einen Vertrag mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren zu besitzen.

Mit Blick auf die geschlechtliche Verteilung wird deutlich: In den kürzer befristeten Jobs liegen die Frauen vorn. Unter einem Jahr Befristung: Männer 54,1 Prozent, Frauen 57,0 Prozent; von einem Jahr bis unter zwei Jahren Befristung: Männer 19,8 Prozent, Frauen 22,6 Prozent. Bei der Befristung von zwei bis unter drei Jahren dreht sich das Verhältnis: Männer 12,9 Prozent, Frauen 12,3 Prozent. Deutlicher Unterschied bei einem befristeten Arbeitsverhältnis, das länger als drei Jahre dauert: Männer 13,2 Prozent, Frauen 8,1 Prozent (Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Statistisches Bundesamt, 2019).

Gut ein Drittel der befristet Beschäftigten arbeitet mangels Alternativen im Zeitvertrag

Von den 2,7 Millionen befristet Beschäftigten ab 25 Jahren gaben 34,1 Prozent an, ein befristetes Arbeitsverhältnis nur eingegangen zu sein, weil sie keine Dauerstelle gefunden hatten. Diese unfreiwillige Befristung ist laut dem Statistischen Bundesamt im höheren Alter weiter verbreitet. Während 25,3 Prozent der befristet Beschäftigten zwischen 25 und 34 Jahren ungewollt im Zeitvertrag arbeiteten, lag der Anteil der 45- bis 54-Jährigen bei 45,2 Prozent.

Möglicherweise spiele die Befristung bei jungen Menschen, die neu in das Berufsleben einsteigen, nur eine untergeordnete Rolle, da die Inhalte der Tätigkeit bei der Entscheidung den Ausschlag geben. Eine Befristung werde dann möglicherweise nicht als unfreiwillig eingestuft, während ältere Beschäftigte womöglich mehr Wert auf Beschäftigungssicherheit und somit eine Dauerstelle legen, so das Bundesamt.

Jeder und jede zehnte Beschäftigte arbeitet regelmäßig mehr als 48 Stunden pro Woche

Neben der Befristung spielt für die Beschäftigten im Hinblick auf die Qualität der Arbeit auch die Arbeitszeit eine große Rolle. Am Arbeitsplatz werden viele Stunden verbracht – oft mehr Zeit als für Familie und Freizeit übrig bleibt. Im Jahr 2018 arbeiteten 10,0 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche. Männer sind mit 12,2 Prozent etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen (6,0 Prozent). Generell gilt: je älter, desto länger die Arbeitszeiten. Während 1,5 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis 24 Jahren mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiteten, lag dieser Anteil bei den Vollzeiterwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahren bei 13,0 Prozent. Einer der Gründe ist der hohe Anteil überlanger Arbeitszeiten bei Führungskräften, die eher in höheren Altersgruppen und bei Männern zu finden sind. Im Durchschnitt arbeiteten Vollzeitbeschäftigte  ab 15 Jahren 41,0 Stunden in der Woche.

(Redaktion)


 


 

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