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Wachstumskurs

Berenberg Bank wächst auch 2008

Die Hamburger Berenberg Bank konnte ihren erfolgreichen Wachstumskurs auch im schwierigen Bankenjahr 2008 fortsetzen. Vermögenszuflüsse, Bilanzsumme und Anzahl der Kunden stiegen deutlich. Auch 2009 will Deutschlands älteste Privatbank weiter wachsen.

"Zwar kommt man in dem derzeitigen Umfeld ertragsmäßig nicht an ein historisches Rekordergebnis heran, wie wir es 2007 hatten. Mit dem Geschäftsergebnis 2008 sind wir jedoch sehr zufrieden", kommentiert Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr. Der Jahresüberschuss liegt mit 47,1 Mio. Euro zwar unter dem Vorjahr (61,1 Mio. Euro) - "die Eigenkapitalrendite erreicht mit 37,5 % jedoch einen Wert, den andere Banken selbst in guten Zeiten gern hätten", so Peters. "Besonders erfreulich ist zudem, dass wir unser Geschäft signifikant ausbauen konnten."

Die Bank hatte zu keiner Zeit illiquide Papiere oder strukturierte Produkte in ihrem Bestand. Die langjährige konservative Risikostrategie musste selbst in Zeiten der Finanzkrise nicht angepasst werden. 2008 konnte Berenberg viele neue Kunden gewinnen, die Einlagen stiegen stark an. "Hier zeigt sich, dass wir als Privatbankiers mit persönlich haftenden Gesellschaftern an der Spitze besonderes Vertrauen genießen. Unser Haus hat in den letzten 400 Jahren schon viele nationale und globale Krisen erlebt. Wir haben ein funktionierendes, auf Kontinuität und Dienstleistung für den Kunden ausgerichtetes Geschäftsmodell - und natürlich betrachten wir schon aufgrund unserer persönlichen Haftung die Dinge mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand und hinterfragen vieles lieber einmal mehr, bevor wir investieren."

Die Anzahl der Mitarbeiter wurde aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 10 % auf 837 (Vj. 760) erhöht.

Die Bilanzsumme stieg aufgrund hoher Einlagenzuflüsse um 18,2 % auf 4,3 Mrd. Euro (Vj. 3,6 Mrd.), das erweiterte Geschäftsvolumen auf 4,4 Mrd. Euro (Vj. 3,8 Mrd. Euro; + 16,2 %).

Das haftende Eigenkapital der Bank wurde 2008 um 21,9 Mio. auf 177 Mio. Euro erhöht. Die Gesamtkennziffer nach Solvabilitätsverordnung (ehemals Grundsatz I) lag in der Bank mit 11,1 % und in der Gruppe mit 13,8 % deutlich über den geforderten 8 %. Die Kernkapitalquote in der Gruppe betrug zum Jahresende 12,0 %.

Die Bruttoerträge (Provisionsüberschuss, Zinsüberschuss, Erträge aus Tochtergesellschaften, Eigenhandel) konnten trotz des schwierigen Umfeldes von 199,8 auf 202,8 Mio. Euro gesteigert werden.

Den Verwaltungskosten wurde frühzeitig besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Trotz der Investitionen in das weitere Wachstum der Bank (Einstellung neuer Mitarbeiter, Investitionen in die IT, Marketingaktivitäten, Ausbau der Niederlassungen) blieben sie mit 134,8 Mio. Euro (Vj. 133,5 Mio. Euro) nahezu konstant.

Während das Rekordergebnis 2007 auch durch hohe Auflösungen in der Risikovorsorge beeinflusst war, ergibt sich 2008 unter Anlegung eines konservativen Bewertungsmaßstabes, der durch eine vorsichtige Einschätzung der globalen wirtschaftlichen Entwicklung gekennzeichnet ist, eine Nettodotierung der Risikovorsorge.

Die Aufwands-Ertrags-Relation ("cost-income-ratio") beträgt wie im Vorjahr 67 %.

"Wir sehen uns in allen Geschäftsbereichen als Qualitätsanbieter", so Peters. Neben der besonderen Kundennähe zeichnet Deutschlands älteste Privatbank die Kontinuität in der Geschäftspolitik aus. Diese wird er zusammen mit seinen beiden zum Jahresbeginn in den Kreis der persönlich haftenden Gesellschafter eingetretenen Partnern Andreas Brodtmann und Hendrik Riehmer, die bereits seit 16 bzw. 18 Jahren für Berenberg tätig sind, fortführen.

Private Banking

Erneut konnte die Berenberg Bank einen starken Zufluss neuer Kundengelder verzeichnen, u. a. im Bereich großer Familienvermögen. 1,3 Mrd. Euro wurden im Private Banking neu akquiriert. "Die traditionellen Werte einer Privatbank stehen gerade in diesen schwierigen Zeiten wieder sehr hoch im Kurs. Die Anleger legen Wert auf eine individuelle und persönliche Beratung, auf Kundennähe, Kontinuität und Werterhalt", so Andreas Brodtmann.

Nachdem Berenberg in Deutschland an acht Standorten (Hamburg, Bielefeld, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Wiesbaden) vertreten ist, wird im Frühjahr 2009 eine Repräsentanz in Salzburg eröffnet. Das internationale Private Banking wird darüber hinaus von der Berenberg Bank (Schweiz) AG in Zürich betrieben, die 63 Mitarbeiter beschäftigt.

Sehr erfreulich entwickelt sich das Geschäft mit Kooperationspartnern, für deren Kunden Berenberg die Vermögensverwaltung übernimmt oder einzelne Lösungen zuliefert. Im Sparkassenbereich ist Berenberg mittlerweile der größte Kooperationspartner im Bereich Vermögensverwaltung.


 


 

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