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Berufliche Auszeit

Viele Berufstätige wünschen sich ein Sabbatical

Eine Auszeit vom Job nehmen? Jeder Zehnte hat schon einmal eine berufliche Verschnaufpause eingelegt, jeder Fünfte spielt mit dem Gedanken es zu tun. Die Motive sind vor allem Erholung, Fernreisen und Weiterbildung. In fast 20 Prozent der Unternehmen werden Sabbaticals aktiv gefördert.

Einfach raus aus dem Hamsterrad, Energie tanken, sich weiterentwickeln oder bilden – diese Wünsche erfüllen sich immer mehr Deutsche und nutzen dafür einen Sabbatzeitraum. War eine berufliche Pause vor einigen Jahren noch auf einige Berufszweige und Bereiche der Wirtschaft beschränkt, ermöglichen heutzutage immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern eine temporäre Freistellung vom Job. Das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte Xing hat Ergebnisse einer bei marketagent.com in Auftrag gegegeben repräsentativen Online-Umfrage veröffentlicht. Ende 2016 wurden demnach 1.493 deutsche Arbeitnehmende nach ihrer Einstellung zu Sabbaticals befragt.

Wie verbreitet sind Sabbaticals in Deutschland?

10,1 Prozent der Deutschen haben laut der Studie bereits eine Auszeit genommen. Weitere 21 Prozent der Berufstätigen liebäugeln demnach mit dem Ausstieg auf Zeit. Damit beschäftigt sich rund ein Drittel der deutschen Berufstätigen aktiv mit dem Thema Auszeit. Das Interesse am Sabbatical ist, den Umfrageergebnissen zufolge vom Alter der Befragten abhängig. So ist der Auszeit-Wunsch bei jüngeren Altersgruppen bis zum vierzigsten Lebensjahr ist der stärker ausgeprägt und liegt deutlich über dem Gesamtdurchschnitt aller Befragten. Beispielsweise haben bereits 14,3 Prozent der 18- bis 24-Jährigen eine berufliche Pause eingelegt und 28,6 Prozent möchten zukünftig eine nehmen. Im Vergleich dazu fällt die Euphorie bei den 50 bis 59-Jährigen mit jeweils 6,6 und 15,8 Prozent eher gering aus.

Wofür möchten die Deutschen die gewonnene freie Zeit nutzen?

Die geistige und körperliche Erholung ist für mehr als die Hälfte der Befragten (56,1 Prozent) der Hauptbeweggrund ein Sabbatical zu nehmen. An zweiter Stelle folgt der Wunsch, eine Fernreise zu machen (42 Prozent). Aus- und Weiterbildung spielen laut den Studienergebnissen ebenfalls eine wichtige Rolle: Fast ein Drittel der Deutschen (27,1) nutzen den unbezahlten Urlaub produktiv für die eigene Weiterentwicklung. Dabei ist dieser Aspekt für Frauen (30,0 Prozent) deutlich wichtiger als für Männer (24,7 Prozent). Manchmal ergibt sich der Auszeit-Wunsch eher aus Not und Fürsorge: 12,1 Prozent der Berufstätigen nehmen sich einen Sabbatzeitraum, um die private Pflege von Angehörigen zu übernehmen.

Darüber hinaus beeinflusst die familiäre Situation die Einstellung der Beschäftigten. So haben im Durchschnitt aller Altersgruppen bereits 13,7 Prozent der berufstätigen Eltern eine Auszeit genommen, während nur 8,4 Prozent der Kinderlosen den Ausbruch aus der Job-Routine wagen.

Woran scheitert die Umsetzung eines Sabbaticals?

Oft machen die jeweiligen Arbeitgeber ihren Beschäftigten einen Strich durch die Rechnung. Nach Angaben der Befragten ist es in rund einem Fünftel (17,2 Prozent) der Unternehmen nicht möglich, eine Auszeit zu nehmen. Allerdings sprechen 58,6 Prozent der Auszeit-Anwärter ihr Anliegen nicht offen aus. Fast ein Fünftel (18,8 Prozent) konnten ihren Wunsch zudem nur mit Einschränkung und geringerer Dauer durchsetzen. Immerhin: In 17,2 Prozent der Unternehmen, in denen Auszeiten möglich sind, werden diese aktiv gefördert.

Sabbatical – alles eine Frage des Geldes?

Bei allem Hype um die neugewonnene Freiheit der Berufstätigen darf nicht in Vergessenheit geraten, dass berufliche Auszeiten auch ein Privileg darstellen. Dass finanzielle Aspekte eine große Hürde darstellen, lässt die Xing-Studie zumindest vermuten. Ab einem Bruttoeinkommen von 5.000 Euro haben überdurchschnittliche 14,4 Prozent der Befragten bereits eine Auszeit genommen und liegen damit deutlich über den Angaben der niedrigeren Einkommensgruppen.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Lydia
02.02.17 20:14 Uhr
Auszeit vom Job

Eine Auszeit vom Job wird immer beliebter, das erkenne (zum Glück!) immer mehr Arbeitgeber. Große Firmen übernehmen die Vorreiterrolle und haben sogar Regeleungen und Prozesse zum Thema Sabbatical.

Meinen Arbeitgeber kann im Punkto Auszeit nur loben! Bei mir gibt es klare Strukruten und Regelungen zum Antrag auf Freistellung - hoffe hier ziehen noch eine Firmen nach.

Liebe Grüße

Lydia

 

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