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Sicherheitswirtschaft in Hamburg beruft Johanna Reidt zur Ombudsfrau

Die Sicherheitsbranche will attraktiver für Auszubildende werden. Als eine Maßnahme hat die Landesgruppe Hamburg des Branchenverbandes BDSW Ende April Johanna Reidt als Ombudsfrau ernannt, die bei Problemen der Auszubildenden vermitteln soll.

Die Sicherheitsbranche brauche deutlich mehr Nachwuchs, heißt es in einer Mitteilung des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). Dieser bemängele aber leider häufig die Qualität der Ausbildung in den Betrieben. Auch die Abbrecherquote sei hoch. „Um diesen Zustand zu verändern, hat die Landesgruppe Hamburg des BDSW eine Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen ins Leben gerufen“, so BDSW Landesgruppenvorsitzender Jens Müller.

Neutrale Ansprechperson für Probleme der Auszubildenden

Teil dieser „Exzellenz-Initiative“ ist eine Ombudsfrau, die gemeinsam durch den BDSW, den ASW Nord, die Gewerkschaft, die Handelskammer Hamburg und die Berufsschule 27 eingesetzt wird. Mitte April 2018 haben die Beteiligten in den Räumen der Sicherheitsfachschule Protektor in Hamburg Johanna Reidt zur Ombudsfrau berufen. „Die Auszubildenden können der neutralen Ombudsfrau ihre Probleme in den Betrieben schildern und dann gemeinsam mit ihr und gegebenenfalls dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule eine Lösung suchen“, so Müller.

Johanna Reidt ist gelernte Bürokauffrau und Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Während ihrer Tätigkeit in der Einsatzleitung einer Sicherheitsfirma betreute sie auch Auszubildende der Fachrichtung Bürokauffrau und künftige Fachkräfte für Schutz und Sicherheit. Zudem hat sie die Ausbildereignungsprüfung absolviert und ist zur Prüferin bei den Handelskammern Hamburg und Schwerin berufen worden.

In den Unternehmen der Sicherheitswirtschaft gibt es derzeit nach Angaben des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft 3.200 Auszubildende zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit sowie 415 Auszubildende zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit. Fast 65, beziehungsweise 40 Prozent, erlernen diese Berufe laut Webseite des Verbandes bei BDSW-Mitgliedsunternehmen.

Die gesamte Sicherheitsbranche, bestehend aus mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik sowie den Sicherheitsdienstleistungen, erwirtschaftete 2016 nach BDSW-Angaben einen Umsatz von über 17 Milliarden Euro. Davon entfallen über 48 Prozent auf die Sicherheitsdienstleistungen.

(Redaktion)


 


 

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