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Betriebliche Mobilität

Modellprojekt: Hamburger Betriebe können sich zertifizieren lassen

Die Hansestadt Hamburg wurde als eine von elf Modellregionen für das Projekt Mobil.Pro.Fit.® ausgewählt. Das bundesweite, vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) initiierte Projekt will Betriebe bei der Entwicklung einer eigenen Mobilitätsstrategie unterstützen. Ab sofort können sich Hamburger Betriebe für die Teilnahme an dem Projekt anmelden.

Ab Herbst 2014 wollen die Initiatoren in jeder Modellregion mit 6 bis10 Betrieben in die erste Projektrunde starten. Bis 2016 sind in Hamburg zwei Projektrunden von jeweils 9 bis 12 Monaten angedacht. Geplantes Ziel ist es, die teilnehmenden Unternehmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement fit zu machen. Die Betriebe sollen knapp ein Jahr lang gecoacht werden sowie Workshops, individuelle Beratungstermine und eine anerkannte Zertifizierung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement erhalten.Das teilten die Hamburger Wirtschaftsbehörde und B.A.U.M. mit.

Weitere Regionen sind Aachen, Bayerischer Untermain, Berlin, Bielefeld, Landkreis Ebersberg, Karlsruhe Köln/Bonn (Alfter, Bergisch Gladbach), Leipzig, Ruhrgebiet (Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herten) und Würzburg.

Im Rahmen des Projekts sollen die Arbeitswege der Mitarbeiter ebenso untersucht werden wie der Fuhrpark und die betriebliche Mobilität bei Dienstreisen. Daran schließe sich die Entwicklung von speziell auf die Bedürfnisse der Betriebe angepassten Maßnahmen für eine nachhaltig effiziente und klimafreundliche Mobilitätsgestaltung an, heißt es. Hintergrund des Projekts seien etwa die mitunter enormen Kosten- und CO2-Einsparpotenziale im Verkehrsbereich, die von vielen Betrieben noch nicht wahrgenommen bzw. systematisch erfasst würden. Zudem könne ein umfassendes Mobilitätsmanagement einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterbindung, - motivation und Gesundheitsförderung leisten. Das Modellprojekt solle Unternehmen einen geeigneten Einstieg in diese Thematik bieten, so die Projektpartner.

Ein gezieltes Mobilitätsmanagement sorge für die Erhaltung der für die Betriebe erforderlichen Mobilität und erziele gleichzeitig vielfältige positive Effekte für Mensch und Umwelt. Damit werde ein konkreter Beitrag zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung geleistet, erläutert B.A.U.M.-Vorstand Dieter Brübach die Vorteile für Unternehmen. Und weiter: „Zudem stellt das Projekt eine Verbindung zwischen kommunalen Klimaschutzstrategien und betrieblichen Mobilitätsanforderungen in regionalen Netzwerken her.“

Effiziente Mobilität von morgen

Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Frank Horch, beschreibt, wie eine effiziente Mobilität von morgen aussehen könnte: „Jedes Ziel in der Metropolregion Hamburg soll spontan und unkompliziert mit verschiedenen ineinander greifenden Verkehrsmitteln erreicht werden können. Egal ob zu Fuß, per Fahrrad, Bahn, Bus oder Mietauto, sie alle sind gut kombinierbar und machen es möglich, sich auch ohne eigenes Auto schnell und flexibel durch die Stadt zu bewegen. Dabei dürfen wir den demographischen Wandel, die Globalisierung , den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz nicht außer Acht lassen und müssen den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger nach Sicherheit und Bezahlbarkeit von Mobilität gerecht werden.“ Emissionsarme Mobilität diene auch dem Schutz der Gesundheit, die Hamburg mit seinem Luftreinhalteplan verbessern möchte. Betriebliches Mobilitätsmanagement könne einen entscheidenden Beitrag zu neuen Alltagsmobilitätskonzepten liefern, die diesen Ansprüchen gerecht werden.

Mit der Teilnahme am Projekt sollen die Betriebe Teil eines regionalen Netzwerks werden, in dem unter der Federführung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und mit Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner wie der UmweltPartnerschaft Hamburg, der Handelskammer Hamburg oder der Logistik -Initiative Hamburg Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Dank der Förderung durch das Bundesumweltministerium aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative sei der Eigenbeitrag der Betriebe attraktiv niedrig, heißt es. Die Höhe des Eigenbeitrags richtet sich nach der Unternehmensgröße: von 2.000 Euro netto für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern bis hin zu 5.000 Euro netto ab 251 Mitarbeiter.

Weitere Informationen: www.mobilprofit.de/Modellregion_Hamburg

(Redaktion)


 


 

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