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Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unternehmen interessieren sich verstärkt für Gesundheitsförderung

Die Gesundheit der Mitarbeiter rückt bei Unternehmen in Deutschland zunehmend in den Fokus. Zu dem Ergebnis kommt der „BARMER GEK Firmenkundenmonitor Gesundheit 2012“. Demnach schätzen 67 Prozent der befragten Firmen das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) als „sehr wichtig“ ein – ein Jahr zuvor waren es noch 42 Prozent gewesen.

Die Online-Befragung von über 500 Firmenkunden der Krankenkasse zeigt noch weitere Belege für den wachsenden Stellenwert des BGM: Insgesamt 92 Prozent der Unternehmen planen zusätzliche gesundheitsfördernde Maßnahmen im Unternehmensalltag.

Gefragt sind derzeit vor allem Angebote, die bei der Stressbewältigung am Arbeitsplatz helfen (54 Prozent). Am zweithäufigsten interessieren sich Unternehmen für eine gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung (44 Prozent). „Der Schlüssel zum Unternehmenserfolg sind gesunde und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir werden die Firmen weiter bei der Gesundheitsförderung unterstützen und unsere Präventionsangebote intensivieren. Das Thema Stressbewältigung wird dabei eine prominente Rolle spielen“, so das Vorstandsmitglied der BARMER GEK, Jürgen Rothmaier. 

In diesem Zusammenhang sieht Rothmaier den vorgelegten Referentenentwurf zu einem „Gesundheitsförderungs- und Präventionsgesetz“ mit gemischten Gefühlen: „Die geplante Aufwertung von Prävention und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist richtig. Vielerorts steigen die Anforderungen und Belastungen in den Betrieben und mit ihnen auch die vor allem psychisch bedingten Fehlzeiten.“ Schwer tue man sich dagegen mit der etwas pauschal wirkenden Verdopplung der entsprechenden Ausgaben von derzeit knapp drei auf sechs Euro je Versichertem. Schließlich sei Gesundheitsförderung nicht nur ein Thema für Krankenkassen, sondern gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bei der Präventionsfinanzierung müssten daher auch Bund, Länder und Kommunen sowie die private Krankenversicherung in die Pflicht genommen werden.

Psychischen Erkrankungen (17 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage) sind nach Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (22 Prozent) mittlerweile die häufigste Ursache von krankheitsbedingten Fehltagen. Dies geht aus dem BARMER GEK Gesundheitsreport 2012 hervor.

Quelle: BARMER GEK

(Redaktion)


 


 

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