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Boeing 737

Lufthansa Technik holte „Landshut“ aus Brasilien nach Hause

Ein Expertenteam der Lufthansa Technik AG, Hamburg, hat die 1977 entführte Lufthansa-Maschine „Landshut“ innerhalb von fünf Wochen in Brasilien zerlegt und für den Rücktransport vorbereitet. Seit 23. September 2017 ist sie wieder in Deutschland.

Am 13. Oktober 1977 entführten vier palästinensische Terroristen während des „Deutschen Herbstes“ die Boeing 737-200 D-ABCE „Landshut“. Fünf Tage später, am 18. Oktober 1977, wurde die Entführung durch die heute zur Bundespolizei gehörende Spezialeinheit GSG-9 in Mogadischu erfolgreich beendet. Das Flugzeug flog bis 1985 für die Lufthansa und wurde dann in die USA verkauft, heißt es in einer Pressemitteilung der Lufthansa Technik AG. „Nach zahlreichen weiteren Besitzern wurde es im Jahr 2008 in Fortaleza (Brasilien, Red.) endgültig aus dem Betrieb genommen und stand seitdem am Rande des Flughafens.“

Rückkehr in Frachtmaschinen

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes hat ein Team der Lufthansa Technik (LHT) seit Ende August die ehemalige Lufthansa-Maschine „Landshut“ in Fortaleza fachmännisch zerlegt und für den Transport vorbereitet. Am 23. September 2017 traf traf das zerlegte Flugzeug im Bauch einer Antonov An 124 sowie einer Ilyushin IL-76 an seinem künftigen Standort in Friedrichshafen am Bodensee ein. Dort soll es im Dornier Museum seine neue Heimat finden und der Öffentlichkeit als Teil der Deutschen Geschichte zugänglich gemacht werden.

Am 22. August begann ein fünfzehnköpfiges LHT-Expertenteam mit den Arbeiten. Große Schritte waren dabei laut Mitteilung zunächst die Demontage der Triebwerke. Es folgten Höhen- und Seitenleitwerke. Nachdem das Flugzeug aufgebockt wurde, konnten auch die Fahrwerke entfernt werden. Der letzte aber auch aufwendigste Schritt der Demontage begann am 13. September mit der Trennung der linken Tragfläche vom Rumpf. Parallel liefen zu diesem Zeitpunkt bereits die Transportvorbereitungen.

„Historische Aufgabe“

„Wir alle sind stolz, Teil der historischen Aufgabe zu sein, dieses für die Deutsche Geschichte so wichtige Flugzeug zurück in die Heimat zu holen“, sagt Martin Brandes, Projekteiter „Landshut“ bei der LHT. „4.000 spannende, herausfordernde aber auch faszinierende Arbeitsstunden liegen hinter uns. Bei über 50 Grad Innenraumtemperatur stundenlang in der Tragfläche kopfüber Nietverbindungen zu lösen, ist nicht für jeden ein Traumjob. Aber wir haben alle die nötige Motivation dafür. Die Chance, so einen Job zu übernehmen, bekommt man nicht zweimal im Leben“, beschreibt Brandes die Begeisterung des Teams.

Unterstützung gab es nach Information der LHT von der gesamten Lufthansa Group – so beispielsweise beim Transport des umfangreichen Equipments durch die Lufthansa Cargo, aber auch von LSG Sky Chefs. Lufthansa Technik Logistik Services organisierte Transport und Versand. Auch Condor half unbürokratisch bei der Abwicklung von Transporten.

(Redaktion / LHT)


 


 

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