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Breitbandversorgung

Handelskammer Hamburg fordert schnelleres Internet

Hamburger Unternehmen sind unzufrieden mit Leistungsfähigkeit der Internetverbindung. Eine Umfrage der Handelskammer zeigt Handlungsbedarf bei der Breitbandversorgung in der Hansestadt.

Laut Handelskammer halten acht von zehn Unternehmen einen leistungsfähigen Internetanschluss für sehr wichtig halten. Allerdings sei knapp die Hälfte der Unternehmen unzufrieden mit ihrer Verbindung.

„Die aktuelle Internetverbindung zwingt uns bei dem jetzigen Wachstum bald zum Standortwechsel“, sagt Sebastian Freitag, Geschäftsführer der team-sped Seehafenspedition GmbH in Billbrook.

Und auch Ulf Tolle, Geschäftsführer der OAM Baustoffe GmbH auf der Veddel, klagt, dass eine zügige und stabile Vernetzung der Standorte in Hamburg und Schleswig-Holstein mit der aktuellen Internetleistung nicht umsetzbar sei und lange Zugriffszeiten die Produktivität behinderten.

Breitband-Förderprogramm – mindestens 100 Mbit/s gefordert

Die Stadt hat ein Breitband-Förderprogramm aufgelegt, um flächendeckend eine Leistungsfähigkeit von 50 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) im Download zu ermöglichen. Allerdings zeige die Umfrage, dass bereits heute 85 Prozent der befragten Unternehmen diese Bandbreite benötigen, in drei bis fünf Jahre werden es 96 Prozent sein. Mehr als die Hälfte der Firmen brauche aktuell schon eine Datenübertragungsrate von 100 Mbit/s – und in naher Zukunft werden es laut Umfrage vier von fünf Unternehmen sein. „In Gewerbegebieten sollten deshalb bei einem Ausbau im Rahmen der Förderung mindestens 100 Mbit/s verpflichtend sein – und zwar im Download wie im Upload“, sagt Tobias Bergmann, Präses der Handelskammer.

Ein weiteres Förderprogramm solle sicherstellen, dass alle Hamburger Gewerbegebiete bis zum Jahr 2020 mit Glasfaser versorgt werden und damit ein leistungsfähiges Internet mit Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) haben. Dies sei wichtig, um die Zukunftsfähigkeit des Standortes zu sichern. „Um neue Technologien nutzen zu können und überhaupt die Möglichkeit zu haben, Teil der vielbeworbenen Industrie 4.0 zu werden, wünsche ich mir, dass die Stadt Hamburg den Ausbau leistungsfähiger Netze unterstützt und gegebenenfalls sogar finanziell fördert“, so Tolle.

(Redaktion)


 


 

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