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Bürgerschafts-Wahl

Politische Stimmung in Hamburg ist Rot-Grün

In knapp zwei Monaten steht die Bürgerschafts-Wahl in Hamburg an. Laut einer aktuellen Umfrage zeichnet sich eine deutliche Mehrheit für eine rot-grüne Koalition ab.

 So könnte die SPD 43 Prozent der Stimmen auf sich vereinen (+ 12 Punkte im Vergleich zur letzten Erhebung im Februar 2010). Die Grünen kämen derzeit auf 19 Prozent (+ 3 Punkte). Die CDU würde 22 Prozent erreichen (- 9 Punkte). Die Linke liegt bei 7 Prozent (-3 Punkte). Die FDP erreicht einen Stimmenanteil von 4 Prozent (-3 Punkte) und hätte damit keine Chance auf einen Einzug in die Hamburgische Bürgerschaft.

Die Kandidatur des Schulreform-Gegners Walter Scheuerl auf der CDU-Landesliste wird nach Ansicht der Wähler keinen besonderen Einfluss auf das Abschneiden der CDU haben. Das glauben 36 Prozent. Nur 32 Prozent der befragten Hamburger Wähler meinen, dass sie der CDU eher nützt. 25 Prozent jedoch finden, dass sie eher schadet.

Hamburg ist gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen

Auch 2011 wird mit einer anhaltend guten Wirtschaftsentwicklung gerechnet. Dies sehen auch die Bürger der Hansestadt so: 62 Prozent bewerten die aktuelle Wirtschaftslage als sehr gut (4 Prozent) oder gut (58 Prozent), 37 Prozent halten sie für weniger gut (28 Prozent) oder schlecht (9 Prozent). Damit ist die wirtschaftliche Grundstimmung nicht ganz so gut wie vor der Landtagswahl 2008, als 73 Prozent positiv gestimmt waren. Die wirtschaftliche Grundstimmung ist in Hamburg damit ähnlich ausgeprägt wie auf Bundesebene, wo sich ebenfalls sechs von zehn optimistisch äußern (DeutschlandTREND November: 61 Prozent).

Bildung war eines der wichtigsten Themen auf der politischen Agenda

Die Auseinandersetzungen gipfelten im Volksentscheid gegen die Schulreform. Auch vor der kommenden Bürgerschaftswahl ist Bildung das politische Thema, das die Hamburger erkennbar am meisten bewegt (43 Prozent). An zweiter Stelle folgen Familienpolitik und Kinderbetreuung sowie die Sorge um die wirtschaftliche Situation (je 14 Prozent). Danach folgen die Bereiche Soziales (12 Prozent), Fragen der Arbeitsmarktpolitik (11 Prozent), die Haushalts- und Finanzpolitik (10 Prozent) sowie die Themen bezahlbarer Wohnraum (10 Prozent), Verkehr (9 Prozent) und der Bereich Innere Sicherheit und Ausländerpolitik (je 7 Prozent). Die Pläne zu einer neuen Stadtbahn und der Elbvertiefung bewegen 5 bzw. 6 Prozent der Befragten.

Parteikompetenzen: SPD führt in fast allen Politikbereichen

Die Zuschreibung von Lösungskompetenz an die Parteien ist einer der zentralen Einflussfaktoren für die Entscheidung für eine politische Partei. Gut zwei Monate vor der Wahl ist die Ausgangslage für die Hamburger Sozialdemokraten in dieser Hinsicht sehr gut, denn sie verfügen nach flächendeckenden Zugewinnen aktuell in fast allen abgefragten Politikbereichen über die Kompetenzführerschaft.
Beim wichtigsten Thema der politischen Agenda - der Bildungspolitik - kann die SPD die CDU deutlich distanzieren (43:21 Prozent). Auch in den Bereichen der Wirtschafts- (47:35 Prozent), Arbeitsmarkt- (49:27 Prozent) und Finanzpolitik (40:24 Prozent) ist es den Hamburger Sozialdemokraten gelungen, eindeutig die Kompetenzführerschaft zu übernehmen, nachdem die CDU in diesen Politikfeldern vor der letzten Bürgerschaftswahl noch klar in Führung gelegen hatte. Auch in der Verkehrspolitik kann die SPD die CDU nun deutlich überflügeln (39:20 Prozent). In ihrem klassischen Politikfeld der Herstellung sozialer Gerechtigkeit distanziert die SPD die CDU deutlich wie lange nicht (59:10 Prozent). Einen gleich großen Vertrauensvorsprung hat die SPD auch in der Frage der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums in Stadt.


 


 

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