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Bürgerschafts-Wahl

Politische Stimmung in Hamburg ist Rot-Grün

CDU mit großen Verlusten

Die CDU muss in allen Politikfeldern Verluste von 20 bis 25 Punkten hinnehmen und kann in keinem der abgefragten Politikfelder das Vertrauen der Hamburger auf sich ziehen. Allenfalls im Bereich der Inneren Sicherheit - einer klassischen Domäne der Christdemokraten - befindet sich die Hamburger CDU auf Augenhöhe (35:37 Prozent) mit der SPD.

Über ihre Kernkompetenz der Umweltpolitik hinaus (60 Prozent) sind die Grünen in Hamburg insbesondere in den Bereichen Bildungspolitik und Verkehrspolitik (je 19 Prozent) und den sozial -politischen Themen soziale Gerechtigkeit (14 Prozent) und bezahlbarer Wohnraum (11 Prozent) profiliert.

Die nicht im Parlament vertretene FDP weist kein klares Profil auf. Sie kann am ehesten in den Bereichen Wirtschaft und Verkehr sowie Innere Sicherheit punkten (je 3 Prozent).

Die Linkspartei verfügt über Profil bei den sozialen Themen der Schaffung sozialer Gerechtigkeit (7 Prozent) und bezahlbarer Wohnraum (6 Prozent).

In Hamburg herrscht Wechselstimmung

Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) sprechen sich aktuell dafür aus, dass der Hamburger Senat nach der kommenden Bürgerschaftswahl von der SPD geführt wird. Nachdem die hanseatische CDU seit etwa zehn Jahren den ersten Bürgermeister stellt, stehen die Zeichen in Hamburg auf einen politischen Wechsel. Nur ein Fünftel der Hamburger (22 Prozent) plädiert dafür, dass weiterhin die CDU die führende politische Rolle in der Hansestadt spielen soll.

Selten hatte ein Herausforderer einen so hohen Vorsprung vor dem amtierenden Ersten Bürgermeister: Bei einer Direktwahl würden nach der Umfrage 66 Prozent Olaf Scholz (SPD) wählen und nur 19 Prozent Christoph Ahlhaus (CDU).

Eindeutige Präferenz für eine rot-grüne Koalition

Nach dem Scheitern des schwarz-grünen Senats setzen die Hamburger bei der kommenden Bürgerschaftswahl auf ein rot-grünes Bündnis. 41 Prozent sprechen sich dafür aus, dass SPD und GAL - wie zuletzt von 1997 bis 2001 - die Stadt gemeinsam regieren sollen. Mit weitem Abstand folgt eine Koalition aus SPD und CDU (15 Prozent) vor einer SPD-Alleinregierung (10 Prozent). Andere Konstellationen wie schwarz-gelb, rot-rot-grün sowie eine Wiederauflage des schwarz-grünen Bündnisses finden die Unterstützung von 5 bzw. 6 Prozent der Hamburger.

Die Anhänger der SPD sprechen sich mehrheitlich (57 Prozent) für ein rot-grünes Bündnis aus, etwa jeder fünfte (18 Prozent) setzt auf eine SPD-Alleinregierung. Die Anhänger der GAL befürworten mit großer Mehrheit (77 Prozent) ein Zusammengehen mit der SPD. Die CDU-Anhänger setzen angesichts des drohenden Machtverlustes am ehesten auf ein Bündnis mit der SPD (39 Prozent), drei von zehn hoffen auf eine schwarz-gelbe Regierungskonstellation.
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 10. bis zum 12. Dezember 1000 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Hamburgerinnen und Hamburger per Telefon. Die Fehlertoleranz beträgt 3,1 Prozentpunkte (bei 50 % Anteilswert, 1,4 Prozentpunkte bei 5 % Anteilswert).

Quelle: Infratest dimap im Auftrag des NDR

(Redaktion)


 


 

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