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Buy & Hold-Strategie ein Auslaufmodell

Trend in Richtung eines aktiveren Managements

Ich bin der Meinung, dass sich durch diese Konstellation zwei Dinge nachhaltig verä̈ndern werden, bzw. bereits dabei sind, sich zu verändern. Einerseits wird die Volatilität zunehmen. Viele Aktien steigen heute wesentlich schneller als früher, erfahren aber auch extremere Abstürze. Alles ist auf die oben genannten Faktoren zurückzuführen. Im Gegensatz zu früher, dominiert nun der Gesamtmarkt die Sektoren und Einzel werte. Fällt der Markt, fällt das Gros der Aktien und umgekehrt. Ein Phänomen, zurückzufüh ren auf die Psychologie der Massen und der damit verbundenen Mediatisierung. Andererseits werden sich die Zyklen verkürzen. Während in der Vergangenheit stetige Zyklen von 10 bis 15 Jahren verzeichnet werden konnten, sind die Phasen des Auf- und Abschwungs nun auf viel kürzere Zeiträume beschränkt.

Diese Faktoren und Entwicklungen deuten für mich in Richtung eines aktiveren Managements.

Eine derartige Vorgehensweise führt zu einem hohen Maß an Flexibilität und bietet damit einhergehend die Möglichkeit, auf kurzfristige Ereignisse schnell und umfassend reagieren zu können. Dadurch kann die Depotstrategie, je nach Markt lage, gegebenenfalls aggressiver oder defensiver gestaltet werden. Selbstverständlich behält man sich so auch die Möglichkeit des Nicht-Investierens in schlechten Perioden vor. Für viele ist die Vorstellung, 2008 nicht eine einzige Aktie besessen zu haben, eine absolut positivevollen Risikobegrenzung.

Weiter von Vorteil ist, dass kurzfristig von Trends profitiert werden kann. Während bei einer langfristigen Buy & Hold-Strategie bereits Jahre im Voraus die Zukunft antizipiert wird, kann man als aktiver Anleger an bestehenden Trends einfacher partizipieren. Dauerhaft und konsequent angewendet, wird es zunehmend leichter sein, mit einer aktiven ManagementStrategie die Gewinnwahrscheinlichkeit und Gewinnhöhe einzuschätzen.

Nachdem seit Anfang 2009 in Deutschland der steuerliche Anreiz, eine Aktie länger als ein Jahr zu halten, ad acta zu legen ist, fällt auch dieses Argument pro Buy & Hold weg.

Natürlich steht außer Frage, dass Vermögensverwaltern und Fondsmanagern hier Grenzen hinsichtlich des aktiven Managements gesetzt sind, jedoch sollten diese sorgfältig ausgelotet werden.

In der heutigen Marktlage macht es keinen Sinn Verluste auszusitzen und sich die Flexibilität zu nehmen – der Markt bestimmt das Geschehen.

Während bei einer langfristigen Buy & Hold-Strategie bereits Jahre im Voraus die Zukunft antizipiert wird, kann man als aktiver Anleger an bestehenden Trends einfacher partizipieren. Dauerhaft und konsequent angewendet, wird es zunehmend leichter sein, mit einer aktiven ManagementStrategie die Gewinnwahrscheinlichkeit und Gewinnhöhe einzuschätzen.

(Redaktion)


 


 

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