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Hamburgs Mittelstand fürchtet Stagnation

Angesichts der europäischen Schuldenkrise und negativer konjunktureller Auswirkungen blicken Hamburger Unternehmer besorgt in die Zukunft. Hinzu kommen die belastenden Infrastruktur-Themen des Nordens wie A20 und Nord-Ostsee-Kanal. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) fordert die Politik zum Handeln auf.

„Die Flaute in der Weltwirtschaft und die nicht enden wollende europäische Schuldenkrise belasten jetzt auch den Hamburger Mittelstand“, so Andreas Feike, BVMW-Landesbeauftragter Hamburg. „Bei diesen negativen Wirtschaftsbedingungen wiegen aber auch Standort-Defizite schwer, welche die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmer behindern.“

Als Beleg für seine Aussage führt Feike den Investitionsstau bei der Infrastruktur an: „Welche drastischen Folgen marode Verkehrswege für die Wirtschaft haben, zeigte sich erst kürzlich bei dem Schleusendefekt im Nord-Ostsee-Kanal“, meint der BVMW-Landesbeauftragte. „Ebenso schädlich wirkt sich die Verzögerung beim Ausbau der Autobahn 20 auf die Wirtschaft aus. Zudem müssen Unternehmer neben diesen Beeinträchtigungen auch noch rasant steigende Energie- und Rohstoffkosten kompensieren. Da wundert es wenig, dass in dem neuen Mittelstandsbarometer, das von Ernst und Young erhoben wurde, nur 37 Prozent der Mittelständler unserer Hansestadt eine Verbesserung ihrer Geschäftslage erwarten.“ Wie sehr die Zeichen auf Talfahrt stehen, zeigt auch die Beurteilung der Unternehmer in punkto Stabilität: Nur 16 Prozent betrachten ihr Unternehmen als sehr stabil. Im Vorjahr konnten diese Frage noch 40 Prozent positiv beantworten. „Vor diesem Hintergrund fordern wir als Stimme des Mittelstands deshalb die Politik dringend auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und den Investitionsstau bei der Infrastruktur endlich aufzulösen sowie die ungerecht verteilten Energiekosten merklich zu senken“, erklärt Feike.

Doch auch wenn mittelständische Unternehmer der Hansestadt eher besorgt in die Zukunft schauen, will mehr als ein Drittel von ihnen dennoch seinen Mitarbeiterstand weiter verstärken. „Der Mittelstand wird auch die kommenden, wohl eher stürmischen Zeiten, gut überstehen“, da ist sich Feike sicher. „Denn erfahrene Unternehmer setzen in schwierigen Zeiten nicht nur auf Wachstum, sondern auf Kontinuität um stark aus der Krise hervorzugehen.“

(Redaktion)


 


 

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