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Wohnmobile legen seit 2015 um 50 Prozent zu

Reise- und Wohnmobile aus Deutschland sind im In- und Ausland beliebt. Die Zuwachsraten stiegen in den vergangenen Jahren stetig. Durch die Corona-Krise ist ein Exportrückgang von Januar bis April 2020 um 19 Prozent gegenüber Vorjahr zu verzeichnen.

Durch die teilweise noch geltenden Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist Campingurlaub in diesem Jahr für deutsche Urlaubsreisende offenbar besonders attraktiv. So nahm die Zahl der Wohnmobil-Neuzulassungen in Deutschland im Mai 2020 deutlich zu: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts mitteilt, ergaben 10.460 Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von gut 29 Prozent. Wohnmobile verbuchten demnach als einziges Pkw-Segment ein Zulassungsplus. Die insgesamt gut 168.000 Pkw-Neuzulassungen im Mai 2020 bedeuteten im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ein Minus von knapp 50 Prozent.

Insgesamt hinterließ die Corona-Krise aber auch bei den Wohnmobil-Neuzulassungen Spuren. Von Januar bis Mai 2020 gingen die Neuzulassungen um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Doch handelt es sich nach Destatis-Angaben hierbei um das geringste Minus aller Pkw-Segmente. Den höchsten Einbruch verzeichneten Mini-Vans mit einem Minus von 61,7 Prozent.

Stabile Nachfrage nach Wohnmobilen

Dass Wohnmobile nicht erst seit Kurzem im Trend liegen, zeigt ein Blick auf die Entwicklung des Fahrzeugbestands: Von 2015 bis 2020 legte der Bestand an Wohnmobilen in Deutschland nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts von gut 390.000 auf knapp 590.000 zu. Das entspricht einem Plus von 50 Prozent. Dabei stieg die Zuwachsrate über die Jahre kontinuierlich: 2015 und 2016 lag sie bei jeweils 6 Prozent, in den beiden darauffolgenden Jahren bei 8 Prozent und 2019 bei 9 Prozent.

Weniger Wohnmobile ins Ausland exportiert

Wohnmobile aus Deutschland sind im Ausland beliebt, doch schwächte die Corona-Krise zuletzt die Nachfrage. Von Januar bis April 2020 wurden gut 8.900 Stück ins Ausland exportiert – im Vorjahreszeitraum waren es noch gut 11.000. Das entspricht einem Minus von 19 Prozent.

In den fünf Jahren vor der Corona-Krise – von 2015 bis 2019 – stieg der Export in Deutschland produzierter Wohnmobile um mehr als ein Drittel. Waren es 2015 noch knapp 21.500, fanden 2019 bereits gut 29.600 Stück den Weg ins Ausland.

Frankreich war dabei im Jahr 2019 Deutschlands bester Kunde: Knapp 5.400 Wohnmobile im Wert von insgesamt knapp 238,6 Millionen Euro wurden nach Frankreich exportiert. Dahinter folgt die Schweiz mit gut 3.600 Stück im Wert von knapp 189,7 Millionen Euro. Die Niederlande befanden sich mit knapp 1.700 importierten Wohnmobilen im Wert von knapp 86,8 Millionen Euro auf Rang 9.

Beste Anschaffungszeit: im Winter

Die Preise für Wohnmobile stiegen in Deutschland im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent. Allgemein ist zu beobachten, dass die Preise meist zum Ende der Sommersaison zulegen.

2019 veränderten sich die Preise für Wohnmobile von Mai auf Juni nicht, von Juni auf Juli stiegen sie um 0,1 Prozent, von Juli auf August um 0,6 Prozent. Von August auf September fiel die Preissteigerung mit 0,2 Prozent wieder moderater aus. Der günstigste Zeitraum zur Anschaffung von Wohnmobilen oder Anhängern lag in den zurückliegenden Jahren meist in den Wintermonaten.

(Redaktion)


 


 

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