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Caravan Salon 2017

Camper setzen jährlich über zwölf Milliarden Euro um

Die Caravan- und Reisemobilbranche ist ein Milliardengeschäft - erneut wird dies beim Düsseldorfer Caravan Salon plausibel belegt.

Nicht überraschend, aber eindrucksvoll präsentierte Dr. Bernhard Harrer (dwif-Consulting GmbH – Tourismusberatung) auf der Messe die Ergebnisse einer aktuellen Studie über den mobilen Urlaubstrend in der Bundesrepublik. Kurzum: Der Branche geht´s insgesamt gut; sie mausert sich zu einem Wirtschaftsfaktor in Deutschland.

Dabei geht es nicht allein um den Kauf eines Caravans oder Reisemobils. Viel mehr darum, wie viele Übernachtungen gezählt werden oder wie viel Geld jeder Campingtourist in seiner Urlaubsregion oder seinem Zielgebiet lässt.

Dabei wartet die Studie „Der Campingmarkt als Wirtschaftsfaktor in Deutschland“ mit imposanten Werten auf. Als Basis diente dafür die Auswertung der Angaben von 3.000 Camper und 700 Betreiber von Campingplätzen. Dazu die interessantesten Daten in einer Übersicht:

  • In Deutschland gibt es annähernd 6.500 Campingbetriebe, die rund 60 Millionen Übernachtungen beherbergen.
  • Jeder Camper gibt pro Tag und Person 50 Euro aus, der Tagesreisende rund 45 Euro. Als Umsatz in der „Zielregion“ werden rund fünf Milliarden veranschlagt.
  • In die Campingausrüstung investiert der Dauercamper rund 1.000 Euro pro Jahr, der Caravanaffinicado 1.360 Euro und der Besitzer eines Reisemobils 4.700 Euro. Zusammengerechnet bringt es diese Summe auf rund 3,6 Milliarden Euro im Jahr.
  • Auf den Punkt gebracht fließen durch die Camper laut Studie jährlich rund 12,6 Milliarden Euro in diverse Kassen der Republik.

Doch so rosarot wie die Branche den Zuwachs der letzten Jahren kommentiert und auf weiteren Wachstumskurs fährt, so rosarot geht sie derzeit auch mit dem allgegenwärtigen „Dieselskandal“ um. Über 90 Prozent der Reisemobile werden von Dieselaggregaten angetrieben.

Die Angst vor einem möglichen Fahrverbot treibt aber eher die Camper umher als die Verbandsvorderen. Hermann Pfaff, Präsident Caravaning Industrie Verband, ist überzeugt davon, dass seine Branche keinen Druck auf die Chassishersteller, wie Fiat oder Mercedes, ausüben muss. „Die Hersteller haben uns versichert, dass die Fahrzeuge der EG-Zulassungsnorm entsprechen.“ Wer´s glaubt.

Auf der weltgrößten Messe für den mobilen Urlaub werden noch bis zum 3. September rund 200.000 Besucher erwartet.

(Manfred Fammler)


 


 

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