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Cebit 2017

Bitkom: ITK-Branche auf Wachstumskurs

Der Digitalverband Bitkom e.V. gab im Vorfeld der Cebit 2017 vom 20. bis 24. März 2017 in Hannover einen Ausblick auf die wichtigsten konjunkturellen Kennzahlen der Branche. Demzufolge rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro.

Wenige Wochen vor der Cebit 2017 herrscht in der Branche Optimismus. 80 Prozent der Unternehmen in der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) rechnen für das erste Halbjahr 2017 mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Lediglich 9 Prozent gehen davon aus, dass die Geschäfte schlechter laufen als zuvor. Damit liegt der Bitkom-Index bei 71 Punkten. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 66.

Diese Zahlen sind das Ergebnis einer aktuellen Konjunkturumfrage des Digitalverbands Bitkom e.V., Berlin, die am 25. Januar in Hannover vorgestellt wurden. Demnach stieg der Umsatz mit ITK-Produkten und -Diensten in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 160,5 Milliarden Euro. Für 2017 erwarten die Unternehmen ein Wachstum um 1,2 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro. „In der Digitalbranche stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Die steigenden Umsätze bedeuten vor allem auch neue Jobs“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Unterschiede innerhalb der Branche

Innerhalb der Branche ist die Zuversicht unterschiedlich stark ausgeprägt. So rechnen 85 Prozent der Unternehmen im Bereich Software und 83 Prozent der IT-Services-Firmen mit wachsenden Umsätzen. 5 beziehungsweise 9 Prozent gehen von einem Rückgang aus. 65 Prozent der Hersteller von IT-Hardware erwarten ein Umsatzplus, während jedes sechste Unternehmen (17 Prozent) mit einem Minus rechnet. Produzenten von Kommunikationstechnik gehen zu 62 Prozent von höheren Umsätzen aus, 14 Prozent dagegen erwarten rückläufige Geschäfte.

Für das Gesamtjahr 2017 ist die Zuversicht in der IT- und Telekommunikationsbranche groß. Der Anteil der Unternehmen mit steigender Umsatzerwartung ist auf 83 Prozent gestiegen, das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 8 Prozent rechnen für 2017 mit rückläufigen Umsätzen. Die gute Geschäftslage wird sich voraussichtlich wie auch in den Vorjahren positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Zwei Drittel der Unternehmen der Bitkom-Branche (65 Prozent) planen, im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Nur acht Prozent gehen von einem Personalabbau aus.

„Die Bitkom-Branche beschäftigt in Deutschland bereits gut eine Million Menschen. In den vergangenen fünf Jahren sind mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Digitalisierung ist kein Job-Killer, sondern der stärkste Motor für den Arbeitsmarkt“, sagte Rohleder.

Der Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu

Diese erfreuliche Entwicklung hat gleichwohl eine Schattenseite – den sich weiter zuspitzenden Mangel an gut qualifizierten Mitarbeitern. Zwei Drittel der Unternehmen der Bitkom-Branche (65 Prozent) sehen ihre Entwicklung durch die Fachkräftesituation behindert. Als weitere negative Einflussfaktoren gelten die politischen Rahmenbedingungen (33 Prozent) und die Finanzierungsbedingungen (11 Prozent). Die Binnen- und Exportnachfrage (jeweils 5 Prozent) werden dagegen deutlich weniger häufig als Behinderung wahrgenommen.

Dabei wird deutlich, dass sich der Fachkräftemangel immer negativer auf die Geschäftslage auswirkt. Im Januar 2015 hatte darüber noch gut jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) geklagt, ein Jahr später waren es schon 61 Prozent. Nach einer Bitkom-Studie können derzeit 51.000 Stellen für IT-Spezialisten nicht besetzt werden. Nach einer Bitkom-Studie können derzeit 51.000 Stellen für IT-Spezialisten nicht besetzt werden.

Mit Blick auf die Cebit 2017 begrüßt Bitkom, dass erneut „d!conomy“ als Schwerpunktthema gesetzt wurde. „Die digitale Transformation ist für die deutsche Wirtschaft Chance und Herausforderung zugleich. Aber das ist noch nicht in allen Unternehmen angekommen, etwa jedes zweite hat keine Digitalstrategie“, mahnte Rohleder.

(Bitkom / Redaktion)


 


 

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