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Chancengleichheit

Legasthenie und Dyskalkulie: Junge Menschen engagieren sich für mehr Anerkennung in der Gesellschaft

Das erste Sommertreffen der Gruppe „Junge Aktive“ des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e. V. am 7. August 2015 in Hamburg war ein Auftakt für eine gezielte Zusammenarbeit von jungen Menschen, um für mehr Chancengleichheit in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf zu sorgen.

Das erste Sommertreffen der Mitglieder der Jungen Aktiven des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) am 7. August 2015, zu dem junge Erwachsene aus allen Teilen Deutschlands nach Hamburg reisten, sei ein gelungener Auftakt für die Gruppe gewesen, teilte der BVL mit.

Nach einem ersten Zusammenkommen einiger Mitglieder im Mai 2014, einem erneuten Treffen bei der Fachtagung „Legasthenie und Dyskalkulie in Studium und Beruf“ in Würzburg im April 2015 und der ersten Medienoffensive im Mai und Juni 2015, sollten sich alle bei diesem Treffen besser kennen lernen und wichtige Weichen für die Zukunft der Gruppe stellen. In den Räumlichkeiten der Hamburger Schulbehörde, in deren Seminarraum die jungen Menschen tagen durften, tauschte sich das JA-Team über Erfahrungen, Ziele und Wünsche aus. Zwei hochspannende Vorträge zu den Themen „Nachteilsausgleich“ und „spielerisches Lernen“ regten auf der Tagung zu lebhaften Diskussionen und einem intensiven Austausch an. Am Ende der Tagung stand viel Begeisterung und der Wunsch, möglichst bald ein zweites Treffen zu veranstalten.

Nach Information des BVL sind allein in Deutschland 3 bis 8 Prozent Kinder und Erwachsene von Lese-Rechtschreib-Störung (Legasthenie) und/oder Rechenstörung (Dyskalkulie) betroffen. Ursachen der Legasthenie und Dyskalkulie seien mittlerweile gut erforscht und es gebe geeignete Förderansätze und Therapien für Betroffene. Hinsichtlich des Umgangs mit diesen Störungen in Schule und Gesellschaft bedürfe es hingegen weiterer Aufklärung. Hier setzen die zentralen Ziele der JA-Gruppe an: Chancengleichheit, Vernetzung und Beratung junger Betroffener und Öffentlichkeitsarbeit zum gesellschaftlichen Umdenken. Ein Kernanliegen der JA-Gruppe ist außerdem die Mitsprache. „Wir können für uns selbst sprechen. Wir sind weder dumm, noch auf den Mund gefallen“, sagt Sonja Borowski vom JA-Vorstand dazu. Genauso wichtig sind aber auch Themen wie die Hilfe zur Selbsthilfe, die individuelle Leistungsverbesserung, die Aufklärung und Weitergabe von Informationen an die Öffentlichkeit, sowie an Lehrkräfte, Behörden, Arbeitgeber und andere Betroffene.

Die JA-Gruppe steht grundsätzlich Menschen mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie zwischen 15 und 35 Jahren offen. Weitere Informationen zur Lese-Rechtschreib-Störung und Rechenstörung: www.bvl-legasthenie.de

(Redaktion)


 


 

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