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  • 17.04.2020, 10:08 Uhr
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  • Mettmann/Hamburg
Corona-Hilfe

Eismann füllt die Tiefkühlfächer von Krankenhausbeschäftigten

Wenn der erwartete Höhepunkt der Corona-Pandemie in Deutschland kommt, geraten die hiesigen Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen – und vor allem die Beschäftigten an ihre Belastungsgrenzen. Der Lieferdienst für Tiefkühlkost Eismann will Hamburger und Schleswig-Holsteiner Kliniken in der schwierigen Situation unterstützen: Er verteilt Gutscheine, um die Tiefkühlfächer von rund 9.600 Krankenhausbeschäftigten aufzufüllen.

Krankenhausbeschäftigte arbeiten schon jetzt in Sonderschichten und mit dem Risiko an Covid-19 zu erkranken. Die Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger stoßen bald nicht nur beruflich an Grenzen, sondern auch privat. Sie werden kaum noch Zeit und Kraft finden, für sich selbst zu sorgen und im Supermarkt anzustehen. Eismann hat sich daher eine besondere Aktion für sie ausgedacht: Der in Mettmann ansässige Direktvertrieb für Lebensmittel füllt die Tiefkühlfächer von etwa 3.000 Mitarbeitenden in Hamburger Krankenhäusern und 6.600 Krankenhausbeschäftigten Schleswig-Holsteins. Insgesamt verteilt das Unternehmen in beiden Bundesländern dafür Gutscheine im Gesamtwert von rund 288.000 Euro.

Eismann hilft deutschlandweit

Eismann unterstützt nach eigenen Angaben bundesweit überlastete Ärzte und Pflegekräfte mit einer Spende von mehr als 180.000 Lebensmittellieferungen nach Hause im Wert von insgesamt mehr als 5 Millionen Euro. Die Idee stamme von den Handelsvertretern des Unternehmens, der „Eismänner“, um ihren Beitrag zur Unterstützung der Kliniken zu leisten.

Dank an 30 Kliniken in Hamburg und 66 Kliniken in Schleswig-Holstein

In Hamburg dürfen sich 30 Kliniken über die coole Unterstützung freuen: Darunter das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), das auch Corona-Patienten aus dem Ausland behandelt. Genauso wie die Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek, die kürzlich eine Covid-19-Patientin aus den Niederlanden aufgenommen hat. Auch alle weiteren sechs Asklepios-Kliniken, das Agaplesion Diakonieklinikum, das Altonaer Kinderkrankenhaus, das Albertinen-Krankenhaus, das BG Klinikum Hamburg, das Amalie-Sieveking-Krankenhaus, das Marienkrankenhaus, das Krankenhaus Tabea und das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand erhalten jeweils 100 Gutscheine im Wert von je 30 Euro, die sie unter ihren Mitarbeitern verteilen können.

In Schleswig-Holstein geht die Unterstützung an 66 Kliniken. Dazu zählen die Sana Kliniken Pinneberg, Elmshorn und Wedel, die DRK-Krankenhäuser in Lübeck, Neumünster, Ratzeburg und Schwentinental, die Asklepios Klinik Bad Oldesloe und die Helios Klinik in Bad Schwartau. Auch die Segeberger Kliniken, die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide, das Klinikum Itzehoe, das Ameos Klinikum Neustadt, die Kliniken Nordfriesland und die Vamed Osteeklinik Damp.

„Das Klinikpersonal leistet großartige Arbeit“, sagt Elmar Westermeyer, Geschäftsführer von Eismann. „Unsere Eismänner hatten daher die Idee, diejenigen zu unterstützen, die im Kampf gegen das Coronavirus, das uns alle bedroht, an vorderster Front stehen. Wir sind dankbar, dass die Krankenhausmitarbeiter ihren Dienst für uns alle leisten.“

Eismann gehört zu den Unternehmen, deren Geschäfte durch die Corona-Pandemie und die Schutzmaßnahmen kaum eingeschränkt werden. „Wir wollen etwas zurückgeben und unseren Teil dazu beitragen, diese Krise in Deutschland durchzustehen“, so Westermeyer, „Wir möchten ein Beispiel geben und auch andere Unternehmen motivieren, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen.“

Hilfe für die Zeit der totalen Erschöpfung beim Klinikpersonal im Norden

Derweil treffen die Kliniken im Norden Vorkehrungen, um ausreichend Betten auch für schwerkranke Corona-Patienten zu haben, wenn in Kürze der erwartete Peak der Corona-Pandemie in Deutschland kommt. Fehlen wird es voraussichtlich an Ärzten und Pflegern. Die eingesetzten Mitarbeiter werden ihre Belastungsgrenzen erreichen.

In der Hansestadt sind im Durchschnitt etwa 215 von 100.000 Einwohnern vom Coronavirus betroffen, im bundesvergleich eine recht hohe Zahl. Derzeit sind etwa 267 Hamburger und mehrere Auswärtige aufgrund von Covid-19 in stationärer Behandlung, 84 intensivmedizinisch. Erwartet werden jedoch deutlich mehr. Hamburg bereitet sich auf einen Anstieg der Patientenzahl vor und hat freiwillige Fachkräfte angefordert.

In Schleswig-Holstein sind laut Robert Koch-Institut im Durchschnitt etwa 79 von 100.000 Einwohnern vom Coronavirus betroffen, im Bundesvergleich eine eher niedrige Zahl, die auch durch die dünn besiedelten Gebiete zustande kommt. Dennoch steigen die Zahlen täglich weiter an und das Klinikpersonal rechnet infolgedessen mit einer Überlastung seiner Kapazitäten. Bislang sind in Schleswig-Holstein nach Angaben der Landesregierung 55 Menschen an dem neuartigen Virus verstorben, etwa 157 Patienten werden klinisch betreut. Experten erwarten, dass sich die Zahl weiter erhöht und bereiten sich auf einen Anstieg der Patientenzahl vor.

(Redaktion)


 


 

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