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D-Mark-Vermögen

Verbleib von elf Milliarden Mark unbekannt

Jeder Bundesbürger bewahrt noch durchschnittlich 65 Deutsche Mark zu Hause auf. Das sind hochgerechnet knapp zwei Milliarden Mark. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage. Laut Bundesbank sind dagegen bisher 13 Milliarden Mark nicht in Euro getauscht worden. Wie kommt es zu der Differenz von 11 Milliarden Mark?

Fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) besitzt noch Münzen oder Scheine in D-Mark, der bis Ende 2001 gültigen Währung der Bundesrepublik. Durchschnittlich sind es 65 Mark. Zu diesem Ergebnis kommt eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Die Mehrheit der Befragten möchte sich demnach aus sentimentalen Gründen nicht von den alten Münzen und Banknoten trennen und hält sie als Erinnerungsstücke in Ehren (74 Prozent), 24 Prozent sammeln sie als Wertanlage. 22 Prozent der Deutschen haben einfach vergessen, die alte Währung umzutauschen. Und 19 Prozent haben die Münzen und Scheine erst kürzlich gefunden.

Der Umfrage zufolge kommt landesweit so DM-Vermögen mit einem Nennwert von knapp zwei Milliarden zusammen. Das sei viel Geld – aber nur ein Bruchteil der DM-Summe, die noch nicht von der Deutschen Bundesbank in Euro umgetauscht worden sei. Ausgehend von den DM-Umlaufzahlen 2011 sollten Ende 2013 noch DM-Banknoten und -Münzen im Wert von 13,04 Milliarden kursieren.

Wo stecken die restlichen Milliarden?

„Erhebliche DM-Beträge werden nie umgetauscht, weil sie verlorengegangen sind oder vernichtet wurden“, sagt Kay Nentwig von der Postbank. „Zudem befinden sich zahlreiche Münzen und Banknoten wohl noch im Ausland, da man in einigen Ländern, wie beispielsweise der Türkei, bis zur Euro-Einführung mit D-Mark zahlen konnte.“ Ob auf Nimmerwiedersehen in den Gulli gerollt oder auf den Grund eines Wunschbrunnens gesunken: Bei Münzen ist die Verlustrate laut der Bank besonders hoch. Schätzungsweise 14 Prozent der Fünf-D-Mark- und sogar 54 Prozent der Ein-Pfennig-Münzen seien dauerhaft verschollen. Wer seine Erinnerungsstücke oder Zufallsfunde zu Euro machen wolle, müsse sich an eine Filiale der Bundesbank wenden: „Haus- oder Landesbanken nehmen die alte Währung nicht – wären laut unserer Umfrage allerdings für 56 Prozent die erste Anlaufstelle für den Umtausch“, so Kay Nentwig. 13 Prozent der D-Mark-Besitzer würden ihre Restbestände lieber einer Spendenorganisation zukommen lassen und vier Prozent die alte Währung in einem Geschäft ausgeben, in dem man noch mit Mark bezahlen kann.

(Redaktion)


 


 

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