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Dachbegrünung

Bepflanzung von Dächern stärker gefördert

In Hamburg gelten seit August 2015 verbesserte Förderbedingungen für den Bau von Gründächern. Private Hauseigentümer mit einer bepflanzbaren Dachfläche von maximal 100 Quadratmetern profitieren nun von einer 40-prozentigen Förderung beim Bau eines Gründachs.

Der Zuschuss werde sowohl bei der Dachsanierung als auch für begrünte Dächer auf Neubauten gezahlt, teilte die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie mit. Eigentümer größerer Gebäude erhalten demnach ebenfalls erheblich attraktivere Fördersummen für die Begrünung ihrer Dächer. Bis 2020 möchte der Senat die Gründachfläche der Stadt um 100 Hektar erhöhen. Dies entspricht etwa der doppelten Fläche von Planten un Blomen.

Für private Eigentümer, die sich für ein Gründach zwischen 20 und 100 Quadratmeter Größe entscheiden, gibt es laut Behörde einen einmaligen Zuschuss von pauschal 40 Prozent der Herstellungskosten für die Dachbegrünung, der nicht zurückgezahlt werden muss. Weitere Zuschläge können noch hinzukommen. Für größere Dachflächen und gewerbliche Eigentümer wird zudem die Fördersumme pro Maßnahme erhöht. Die Grundförderung besteht aus einem Sockelbetrag von 6 Euro je Quadratmeter Vegetationsfläche zuzüglich 1 Euro (vorher 0,50 Euro) pro Zentimeter und Quadratmeter Substrat (Bodenschicht), bis maximal 50 Zentimeter Höhe. Zusätzliche Zuschläge sind wie gehabt möglich und bleiben unverändert.

Ein Rechenbeispiel der Behörde: Bei einem 12 Zentimeter starken Gründachaufbau steigt der Förderbetrag von 12 auf 18 Euro pro Quadratmeter. Ein Gebäudeeigentümer erhält damit für ein 300 Quadratmeter Extensivgründach bei geschätzten Herstellungskosten von 35 Euro pro Quadratmeter einen Zuschuss von 5.400 statt 3.600 Euro bei Herstellungskosten von 10.500 Euro. Die Förderung erhalten ausschließlich Eigentümer, die ihr Dach freiwillig begrünen, also ohne rechtliche Auflage. Die maximale Förderhöhe beträgt 50.000 Euro je Gebäude.

Die neuen Grünflächen auf den Dächern sollen das Klima vor Ort verbessern. Sie kühlen und reinigen die Luft, sie binden Feinstaub und CO2. Gründächer mildern die Folgen von Starkregen ab und entlasten die Siele, so halten sie 40 bis 90 Prozent des Regenwassers zurück. Einfache Dachbegrünungen bedürfen keiner aufwendigen Pflege und steigern die Artenvielfalt in der Stadt.

Die genauen Bedingungen erklärt die „Förderrichtlinie für die Herstellung von Dachbegrünung auf Gebäuden“ unter www.ifbhh.de/gruendachfoerderung. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) berät bei allen Fragen zur Förderung und begleitet das Antragsverfahren: Telefon 040 248 46-103, montags bis donnerstags 8 bis 16.30 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr.

(Redaktion)


 


 

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