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Briefporto soll 2014 teurer werden

Kunden der Deutschen Post müssen im kommenden Jahr voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen. Der Konzern will die Preise für Briefporto zum 1. Januar 2014 anpassen. Geplant ist eine Erhöhung des Preises für Standardbriefe von derzeit 58 auf 60 Cent. Preise für Inlandspakete sollen sich um 9 Cent erhöhen, während andere inländische Briefformate und die Postkarte stabil bleiben.

Die Deutsche Post hat am vergangenen Freitag bei der Bundesnetzagentur den jährlichen Antrag zur Genehmigung der Briefpreise eingereicht. Geplant ist für 2014 demnach eine Anhebung des Preises für den nationalen Standardbrief bis 20 Gramm um zwei Cent auf 60 Cent. Auch bei den nationalen Zusatzleistungen will die Post ihre Kunden stärker zur Kasse bitten; geplant ist eine Erhöhung des Einschreibens um 10 Cent und des Einwurf-Einschreibens um 20 Cent. Die Preise für die anderen nationalen Briefformate Kompakt-, Groß- und Maxibrief sowie die Postkarte sollen unverändert bleiben.

Bei den internationalen Briefsendungen ist eine Anhebung des Preises für den Maxibrief (über 1.000 bis 2.000 Gramm Gewicht) um 10 Cent von 16,90 auf 17 Euro geplant. Die anderen Basisprodukte bei den internationalen Briefformaten und die internationale Postkarte sollen den Informationen zufolge unverändert bleiben. Bei den internationalen Zusatzleistungen erhöht sich etwa der Preis für Einschreiben sowie für die Leistung „Wert International“ jeweils um 10 Cent.

Auch beim Nachsendeservice ändern sich nach den Plänen der Post die Preise. Der Nachsendeservice mit einer Laufzeit von sechs Monaten soll künftig 19,90 Euro kosten, während der Preis für den zwölf-monatigen Nachsendeservice auf 24,90 Euro sinkt.

Zugleich gibt die Deutsche Post eine Anpassung der Preise für Pakete und Päckchen im Versand innerhalb Deutschlands um 9 Cent bekannt. Ausgenommen ist der Preis für über die Filialen der Deutschen Post eingelieferte Päckchen, der weiterhin 4,10 Euro betragen soll. Neben den nationalen Sendungen ändern sich zu Jahresbeginn auch die Preise für einige internationale Paketprodukte. Für Sendungen in entferntere Regionen werden die Preise demzufolge im Durchschnitt um 0,99 bis 1,99 Euro steigen. Gleichzeitig soll bei allen internationalen Paketen eine höhere Transportversicherung bis 500 Euro eingeschlossen sein. Hintergrund der Preisanpassung sind gestiegene Transport-und Personalkosten.

Die Post weist darauf hin, dass bis zum Jahresende und damit auch im aktuellen Vorweihnachtsverkehr unverändert die bisherigen Preise gelten. Auch nach dem Jahreswechsel würden online frankierte Sendungen preislich günstiger sein als in der Filiale.

Grundlage für die Preisanpassung ist das dafür geltende Preisregulierungsverfahren, das in einer überarbeiteten Fassung gerade von der Bundesnetzagentur verabschiedet wurde.

Die in Bonn ansässige Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen ist die oberste deutsche Regulierungsbehörde. Sie hat die Aufsicht über die im Namen enthaltenen fünf Netzmärkte und soll dafür sorgen, dass sich neben den ehemaligen Monopolisten auch Wettbewerber am Markt positionieren und halten können. Somit gehört zu den Aufgaben der Bundesnetzagentur auch die Überprüfung und Genehmigung „aller Tarifänderungen von Unternehmen, die eine marktbeherrschende Stellung auf einem bestimmten Markt innehaben“ (Quelle Wikipedia).

Die Behörde habe nun 14 Tage Zeit, um über den Antrag zu entscheiden. Die Deutsche Post nutze damit die im Rahmen der Preisregulierung gegebenen Möglichkeiten, um ihre Preise an die gestiegenen Kosten in einem schwierigen Marktumfeld anzupassen. Nachdem das Unternehmen intensive Anstrengungen zur Erhöhung der Produktivität unternommen hat und dadurch über eine Reihe von Jahren Preiserhöhungen vermieden werden konnten, seien diese Reserven weitgehend ausgeschöpft, heißt es.

Seit Jahren sinkende Sendungsmengen und fortlaufend steigende Sach- und Personalkosten erforderderten daher auch Anpassungen bei den Preisen, um das hohe Qualitätsniveau der postalischen Dienstleistungen in Deutschland zu erhalten. Der Preis für den Standardbrief bliebe nach dieser Erhöhung auch im internationalen Vergleich nicht zuletzt durch deutliche Preissteigerungen in anderen Ländern weiterhin im europäischen Mittelfeld, informiert die Deutsche Post.

(Redaktion)


 


 

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