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Deutsche Unternehmen profitieren

Globaler Handel gewinnt an Fahrt

Ein wichtiger Indikator für Abschwung oder Wachstum der Weltwirtschaft ist das globale Handelsvolumen. Nach der Studie HSBC Trade Forecast nimmt dieses in den nächsten Jahren ordentlich Fahrt auf, wovon Deutschland besonders profitieren wird. Wichtigster Handelspartner für Deutschland soll in spätestens 15 Jahren China sein.

2013 lag der Anstieg des globalen Handelsvolumens noch bei 2,5 %. Bereits 2016 soll es um 8 % wachsen, bis 2030 wird sich der weltweite Warenhandel mehr als verdreifachen. Für Deutschland sind die Aussichten mittel- und langfristig ebenfalls positiv. Die deutsche Exportwirtschaft mit ihrem starken Fokus auf Werkzeug- und Maschinenbau und den engen Handelsverbindungen mit Asien wird von den positiven Tendenzen in der Weltwirtschaft profitieren. Exporte werden also weiterhin ein wichtiger Treiber für das deutsche Wachstum bleiben. International wird Asien auch in der nächsten Dekade im Mittelpunkt des weltweiten Austauschs von Waren und Dienstleistungen stehen. Allein China wird seinen Anteil am Handel unter den 25 Ländern der Umfrage bis 2030 von derzeit 18 % deutlich auf 29 % steigern. Fünf der sechs Länder, denen in den nächsten 15 Jahren das stärkste Exportwachstum zugetraut wird, stammen aus Asien: Neben China wird auch für Vietnam, Indien, Malaysia und Indonesien ein durchschnittliches Wachstum von 8 bis 11 % pro Jahr bis 2030 erwartet. Dies hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen deutscher Unternehmen zu ihren internationalen Partnern. Während aktuell der Handel mit Frankreich und Großbritannien für deutsche Firmen an erster Stelle steht, wird in 15 Jahren China der wichtigste Exportmarkt für hiesige Produkte sein.

"Der Trend zur wirtschaftlichen Globalisierung wird auch in den kommenden Jahren nahezu ungebremst anhalten - trotz der aktuellen politischen Unsicherheiten und kurzfristig schwankender Wachstumsraten", sagt Martin Vetter-Diez von HSBC Deutschland. "Wir raten unseren Kunden, die Möglichkeiten in den schneller wachsenden Märkten gründlich zu prüfen, um sich langfristig Chancen zu sichern. Eine weltweit breite Aufstellung erhöht Wachstumschancen, gleicht kurzfristige Schwankungen aus und verringert Risiken und Abhängigkeiten." Bislang sehen nur 40 % der befragten Unternehmen in Deutschland Asien als vielversprechendste Region an. 35 % glauben, Europa biete die größten Wachstumschancen.

Maschinenbau, Chemie und Transport weiterhin Exporttreiber

Mit Blick auf einzelne Sektoren sind laut Studie mittel- und langfristig in Deutschland kaum Veränderungen zu erwarten. Der Maschinenbau, der Transportsektor und die Chemieindustrie werden weiterhin wesentliche Treiber des deutschen Handels bleiben. Allerdings dürfte es zwischen den Sektoren zu Verschiebungen kommen; so wird sich laut Trade Forecast das Wachstum im Metallsektor etwa verlangsamen und dessen Anteil an den deutschen Exporten entsprechend sinken.

(ots / Redaktion)


 


 

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