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Deutschlandpremiere

La Femme Tango: argentinisches Lebensgefühl der Frauen

Leidenschaftlich, sinnlich, temperamentvoll – die mitreißende Show „La Femme Tango“ betrachtet den Tango Argentino aus einem wegbereitenden neuen Blickwinkel. Mit ihrem Einfluss auf das Genre Tango und Beitrag zum gesellschaftlichen Leben stehen die Frauen im Mittelpunkt der einmaligen Dramaturgie. Die Show gastiert erstmalig in Deutschland. Am vergangenen Donnerstag war Premiere im Hamburger Zelttheater Fliegenden Bauten.

Die Bühne des Hamburger Viermast-Theaterzeltes erinnert an ein argentinisches Tanz-Café. Das Quartett Quatrotango – mit den klassischen Instrumenten Klavier, Violine, Bandoneon und Kontrabass vertreten – gibt den musikalischen Rahmen für das emotionsgeladene Spektakel. Sehnsuchtsvoll bis kraftvoll spielen die Tango-Virtuosen ergreifende Live-Musik vom Feinsten. Drei Tanzpaare aus Buenos Aires wirbeln über die Bühne: elegant, schwungvoll und dann wieder abrupt-zackig. Mit fesselnder Präzision und Schnelligkeit bewegen sie sich. Sie umwerben sich, sie nähern sich lustvoll und gehen wieder auf Distanz. Getanzte Erotik.

Der argentinische Tango entstand etwa ab 1850 in den verruchten Einwanderer- und Armenvierteln von Buenos Aires und Montevideo. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er gesellschaftsfähig, hielt Einzug in Tango-Cafés und wurde international bekannt. Die Show La Femme Tango ist eine Reise durch die traditionsreiche Geschichte des Tangos, vom Goldenen Zeitalter des Tangos zwischen den 1930er- und 1950er-Jahren bis heute.

Und sie ist eine Neu-Interpretation des Genres. Die Tänzerinnen stehen mit ihren erotischen Reizen und Emotionen im Zentrum. Der Tango erhält durch die Interaktion zwischen ihnen und ihren Partnern eine neue Auslegung. Die klassische Rollenverteilung im Tanz – der Mann führt, die Frau unterwirft sich seinen Vorgaben – gerät in den Hintergrund, wenn die Tänzerinnen atemberaubende Schrittfolgen und akrobatische Figuren vollführen.

Damit zeichnet die Show ein farbenfroheres, moderneres Bild als die traditionelle Sichtweise des Tangos, die sich häufig um den dominanten Mann, um seine Liebe und Enttäuschung als verlassener Liebhaber dreht. Dort teilen sich die Frauenbilder auf zwischen der Geliebten, nicht selten der Prostituierten und der unantastbaren Mutter des Mannes. Anders „La Femme Tango”. Hier ist der Tango kein trauriger Gedanke, den man tanzen kann, wie es der Musiker und Komponist Enrique Santos Discépulo einst formulierte („El tango es un pensamiento triste que se puede bailar“), sondern Ausdruck von positivem Lebensgefühl und Leidenschaft. „La Femme Tango” stellt die Frauen als anspruchsvolle, bestimmende Akteurinnen dar, als gleichberechtigte Partnerinnen, die ihren festen Platz in der männlich-dominierten Gesellschaft einfordern und bekommen.

Die zeitgemäße und wegbereitende Attraktion „La Femme Tango“ ist entstanden unter der künstlerischen Leitung der international gefeierten Choreografin und Tänzerin, Yanina Fajar, und dem weltberühmten musikalischen Quartett Quatrotango.

Die Show hat bereits Zuschauer auf der ganzen Welt in ihren Bann ziehen können. Auch das Hamburger Premieren-Publikum zeigte sich begeistert von diesem eindringlichen, rhythmischen Wechselspiel aus Tanz und Musik.

Wer ebenfalls in den Genuss dieses Tango-Show-Erlebnisses in den Fliegenden Bauten in Hamburg kommen möchte, hat dazu noch bis zum 2. März 2014 die Gelegenheit. Weitere Informationen: www.fliegende-bauten.de

(Redaktion)


 


 

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