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Die Hamburger Sternwarte auf dem Weg zum Weltkulturerbe

In diesem Jahr wird die im Jahre 2008 vom Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. beauftragte Sanierung eines weiteren Gebäudes, des 1-Meter-Spiegelteleskop-Gebäudes, abgeschlossen werden.

Das 1-Meter-Spiegel-Teleskop ist unter den beeindruckenden großen Teleskopen der Hamburger Sternwarte in Bergedorf wohl das historisch bedeutsamste. Es befindet sich nahezu im Originalzustand, steht für einen historischen Wendepunkt in der astronomischen Forschung und ist als erstes großes Spiegelteleskop der Firma Carl Zeiss ein bedeutendes technikgeschichtliches Denkmal. Um das wertvolle Instrument zu sichern, ist die Sanierung dieses Gebäudes von großer Bedeutung.

Von den Gesamtsanierungskosten in Höhe von 356.650 Euro wird die Universität circa 50.000 Euro und der Förderverein an Eigenmitteln circa 16.650 Euro übernehmen. Die restlichen Mittel konnten mit Hilfe von Sponsoren aufgebracht werden. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert das Projekt mit 90.000 Euro, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 40.000 Euro, die Stiftung Denkmalpflege Hamburg mit 80.000 Euro und die Hermann Reemtsma Stiftung mit 80.000 Euro.

Hintergrundinformationen

Die zwischen 1906 und 1912 errichtete Sternwarteanlage, die 1996 als Ensemble in die Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg eingetragen und 2008 von der Bundesrepublik Deutschland als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft wurde, da Gebäude und auch technische Ausstattung glücklicherweise noch fast vollständig erhalten sind, ist auch international von großer Bedeutung. Seit 2007 ist die Sternwarte im Gespräch, in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen zu werden, 2008 fand auf der Sternwarte die Icomos-Konferenz statt.

Da das astronomische Institut der Hamburger Universität die Instrumente nur noch eingeschränkt nutzt und die Bauunterhaltung der Gebäude daher nur noch sehr eingeschränkt betrieben wird, bemüht sich seit 1998 der Förderverein Hamburger Sternwarte e.V., die Sternwarte mit regelmäßigen Veranstaltungen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen und Spendenmittel für den Erhalt und die Sanierung zu sammeln. Mithilfe von Spendern konnte der Verein im Jahre 2005 bereits das Äquatorialgebäude sanieren. 2006 wurde er für sein Engagement mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet.

Quelle: Bezirksamt Bergedorf

(Redaktion)


 


 

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