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Der Fall Kurras

Die Stasi und der Todesschuss

Der 2. Juni 1967 ist ein Schlüsseldatum der 68-Bewegung. Mit diesem Datum begann die antiautoritäre Studentenrevolte, aber auch eine Eskalation der Gewalt. Die Erschießung des friedfertigen Studenten Benno Ohnesorg durch den West-Berliner Polizeiobermeister Karl-Heinz Kurras rechtfertigte von da an für Viele die Bereitschaft zur politischen Gewaltanwendung als „Notwehr“ bzw. „Gegengewalt“.

Dass der „Studentenmörder“ Karl-Heinz Kurras ein verdeckter Ermittler des DDR-Staatssicherheitsdienstes und außerdem Mitglied in Walter Ulbrichts SED gewesen ist, war bis vor kurzem unvorstellbar. Jetzt ist es Fakt! Durch einen Zufallsfund in der Birthler Behörde, der zahlreiche Fragen aufwirft: Hätte die Studentenrevolte einen anderen Verlauf genommen, wenn Kurras damals schon als IM entlarvt worden wäre? Wie weit steuerte die Stasi die innenpolitische Entwicklung der Bundesrepublik durch gezielte Provokationen und Anschläge? Warum fand man die Akte Kurras alias IM „Otto Bohl“ erst jetzt? Inwieweit ermittelt die Birthler Behörde zu schleppend oder gar zu defensiv? 

Diese und weitere Fragen zum Fall Kurras diskutiert der ehemalige DDR-Korrespondent der ARD, Hans-Jürgen Börner, am Mittwoch, 27. Mai, in „Zapp Spezial – Die Stasi und der Todesschuss“ ab 23.30 Uhr im NDR Fernsehen mit den ehemaligen Chefredakteuren von „Spiegel“ und „Stern“, Stefan Aust und Michael Jürgs. Beide sind ausgewiesene Kenner der 68er-Studentenbewegung und ihrer facettenreichen Geschichte. 

Sendetermin: Mittwoch, 27. Mai, 23.30 Uhr, NDR Fernsehen

NDR

(Redaktion)


 


 

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