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Digital Risks Survey

ARAG startet internationale Studie

Digitale Risiken sind ein internationales Phänomen, auch und besonders bei der Einschränkung von Persönlichkeitsrechten bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit Cybermobbing oder Cyberbullying. Die ARAG führt dazu jetzt die erste internationale Studie durch.

Viele Familien wissen leider nur zu genau, was sich hinter Cybermobbing oder Cyberbullying verbirgt. Aber wie international verbreitet sind diese Konflikte? Welche Auswirkungen hat Cybermobbing in verschiedenen Ländern und wie gehen die jeweiligen Nationen damit um? Das sind nur einzelne Fragen, die in der ersten internationalen Vergleichsstudie „ARAG Digital Risks Survey –view on Cyberbullying Prevention" untersucht werden. Der Düsseldorfer Versicherer ARAG SE und das Institut für Cyberpsychologie und Medienethik in Köln führen in Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Spanien und den USA ab Oktober 2015 eine empirische Befragung von Wissenschaftlern und Experten auf dem Gebiet der Cyberpsychologie und Medienethik durch. Ziel der internationalen Studie ist die Untersuchung des Umgangs mit dem Phänomen „Cybermobbing/Cyberbullying" in den einzelnen Ländern. Die Ergebnisse sollen Anfang des Jahres 2016 veröffentlicht werden.

Schutz von Persönlichkeitsrechten

Auf einzelnen nationalen Ebenen gibt es bereits einen guten Überblick über die Einschränkung von Persönlichkeitsrechten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. In Deutschland hat die ARAG dazu in 2013 und 2014 bereits zwei umfangreiche Studien durchführen lassen. Dazu wurden mehr als 16.000 Menschen befragt. Danach gaben 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, bereits Opfer von Cybermobbing-Attacken geworden zu sein. Diese und andere Themen sollen nun in einer Expertenbefragung in sieben Ländern erhoben, verglichen und ausgewertet werden. Am Ende der Forschungsarbeit soll die Entwicklung neuer Konzepte und Leitlinien für nachhaltige umfassende Präventionsansätze zum Schutz von Persönlichkeitsrechten im Internet stehen. „Das Netz bietet seinen Nutzern viele Chancen und gehört zum täglichen Leben selbstverständlich dazu. Es ist ein grenzenloser länderübergreifender faszinierender Raum. Es ist jedoch kein Rechte-freier Raum. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen steht daher für uns im Mittelpunkt und hier brauchen wir mehr Fakten, um sinnvollen Schutz zu entwickeln", erläutert Klaus Heiermann von der ARAG.

Neue Hasskultur

Die wissenschaftliche Erhebung wird von Dr. Catarina Katzer, einer der führenden europäischen Forscherinnen auf diesem noch recht jungen Fachgebiet durchgeführt. „Das Internet hat eine neue Hasskultur hervorgebracht. Wenn wir nicht aufpassen, nehmen gerade Kinder und Jugendliche dies als Normalität wahr. Das darf nicht geschehen. Denn die Folgen gerade bei Cybermobbing sind nicht nur die individuellen psychischen Probleme, die oft ein ganzes Leben prägen, sondern ganz pragmatisch auch die volkswirtschaftlichen Kosten. Dies können wir uns nicht leisten und in einer solchen Gesellschaft möchte ich auch nicht leben. Deshalb liegt mir dieses Thema so am Herzen." betont Dr. Catarina Katzer vom Institut für Cyberpsychologie und Medienethik in Köln.

(lifePR)


 


 

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Dr. Catarina Katzer
Institut für Cyberpsychologie und Medienethik Köln

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