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Digitalisierung

Hamburg testet in Bergedorf Bürgerbeteiligungssystem DIPAS

Das digitale Partizipationssystem DIPAS durchlief bei der Auftaktveranstaltung zum Bergedorfer Bürgerdialog am 22. August 2108 seinen ersten Praxistest. Das System bietet den Bürgern online und durch interaktive Datentische vor Ort neue Mitwirkungsmöglichkeiten.

Mit der Digitalisierung von Prozessen in der Stadt will Hamburg die Bürgerinnen und Bürger noch stärker an Planungen beteiligen, zum Beispiel bei der Stadt- und Bauplanung. Das sagte Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen in Hamburg, in einer Presseinformation der Behörde anlässlich des Probelaufs von DIPAS beim Bürgerdialog zum Bezirksentwicklungskonzept Bergedorf.

Das System basiert auf einem 2016 entwickelten Online-Beteiligungstool der Stadt. In DIPAS können Bürgerinnen und Bürger interaktiv auf einer digitalen Karte ihre Anliegen eintragen, Beiträge anderer Nutzerinnen und Nutzer kommentieren und sich über aktuelle Planungsstände informieren. Die Daten werden dabei auch mit mobil einsetzbaren Datentischen erfasst.

Einfacher Zugriff auf Geodaten

In den vergangenen sechs Monaten hat die Hamburger Stadtwerkstatt, Beteiligungsplattform für städtebauliche Projekte, zusammen mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung die DIPAS-Basisstufe entwickelt. Diese mache es laut Mitteilung möglich, bei öffentlichen Veranstaltungen mithilfe der digitalen Datentische auf die Fülle von Geodaten der Stadt zuzugreifen. Kartenbasierte Informationen, wie Bebauungspläne oder der digitale Stadtplan, können demnach interaktiv und leicht verständlich genutzt werden.

Darüber hinaus schaffen die digitalen Tische eine Verbindung zu online eingereichten Ideen und Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger. So können sich laut Mitteilung „auch diejenigen, die nicht an einer öffentlichen Planungsveranstaltung teilnehmen, in den Bürgerdialog einbringen“. Den Planungsverantwortlichen werde durch das Partizipationssystem die Auswertung und weitere Verarbeitung der Bürgermeldungen erleichtert, da diese nicht nur im Rahmen der Onlinebeteiligung, sondern auch bei Veranstaltungen vor Ort digital erfasst und ausgewertet werden können.

Weiterentwicklung bis 2020 terminiert

Die Auftaktveranstaltung zum Entwicklungskonzept in Bergedorf ist der erste von drei Pilotierungseinsätzen von DIPAS. Bis 2020 sollen schrittweise ein 3D-Stadtmodell, digitale Bebauungspläne, 3D-Visualisierungen städtebaulicher Entwürfe sowie Datensimulationen entwickelt werden.

(Redaktion)


 


 

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