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E-Books

Jeder Vierte liest digital

E-Books haben sich mittlerweile auf dem Buchmarkt etabliert. 25 Prozent der Bundesbürger lesen digitale Bücher. Meist handelt es sich bei den Lesegeräten um Smartphones und Tablet Computer.

Nach einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, liegt der Anteil der E-Book-Nutzer an der Bücher lesenden Bevölkerung sogar bei 33 Prozent. „E-Books sind heute fester Bestandteil der digitalen Medienwelt und erreichen ein Massenpublikum“, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse. Dabei habe dieser Markt sein Potenzial noch längst nicht ausgereizt. Laut Umfrage können sich 35 Prozent derjenigen, die derzeit keine digitalen Bücher lesen, vorstellen, in Zukunft zum E-Books zu greifen. Gleichzeitig gibt es viel Bewegung beim Vertrieb von digitalen Büchern: Neben dem Verkauf einzelner E-Books gewinnen neue Nutzungsmodelle wie Flatrates, die Leihe oder werbefinanzierte Formate an Bedeutung.

Ständige Verfügbarkeit und platzsparend

Nach den Ergebnissen der Umfrage sind E-Books über die verschiedenen Altersgruppen hinweg nahezu gleichermaßen beliebt. 32 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 30 Prozent der 30- bis 49-Jährigen lesen E-Books. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 28 Prozent. Erst in der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt die Nutzung mit 11 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Die Nutzer von E-Books schätzen vor allem, dass die Bücher jederzeit zur Verfügung stehen (77 Prozent) und keinen Platz wegnehmen (75 Prozent).

Das wichtigste Lesegerät für E-Books ist bei den befragten Nutzern aktuell noch der Laptop mit einem Anteil von 41 Prozent, doch der Trend geht zu Smartphones und Tablets. „Die Smartphones werden größer, die Tablets leichter und die Bildschirme in beiden Geräteklassen schärfer“, sagte Berg. „Das spricht dafür, dass E-Books in Zukunft verstärkt auf Mobilplattformen wie Smartphones und Tablets gelesen werden. Über entsprechende Apps können die Nutzer auf die Inhalte zugreifen.“ Der E-Reader werde aber dank langer Akkulaufzeiten seine Nische bei Viellesern behaupten. Nach Bitkom-Prognosen werden im laufenden Jahr 25,6 Millionen Smartphones und 7,7 Millionen Tablets, aber nur 600.000 E-Reader in Deutschland verkauft.

Online-Buchshops als wichtigste Bezugsquelle

Die mit Abstand wichtigsten Bezugsquellen für E-Books sind laut Umfrage mit 70 Prozent Online-Buchshops wie Amazon, buch.de, ebook.de oder Thalia.de. Fast ein Viertel (24 Prozent) der Befragten kauft Bücher in den vorinstallierten Shops der Lesegeräte, zum Beispiel dem Kindle Store. Immerhin 13 Prozent beziehen E-Books direkt bei den Autoren und 7 Prozent auf den Webseiten der Verlage. „Neben dem Kauf einzelner E-Books etablieren sich alternative Nutzungsmodelle“, sagte Berg. Bereits die Hälfte (50 Prozent) der befragten Leser mache von solchen Angeboten Gebrauch. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Befragten leiht E-Books über öffentliche Bibliotheken aus. Im vergangenen Jahr waren es erst 25 Prozent und im Jahr davor nur 17 Prozent. Gut ein Viertel (27 Prozent) nutzt frei verfügbare E-Books. Dabei handelt es sich vor allem um Klassiker, bei denen der Urheberschutz abgelaufen ist.

Self-Publishing

Ein großer Erfolg in der E-Book-Szene sind Bücher und Texte, die von den Autoren selbst veröffentlicht wurden. Unter den hundert meist verkauften E-Books stammt inzwischen rund die Hälfte von solchen Self Publishern. In der Umfrage geben ein Fünftel (21 Prozent) der E-Book-Nutzer an, schon bewusst Texte von verlagsunabhängigen Autoren gelesen zu haben. „Beim Self Publishing zeigen sich die Stärken des Internets“, sagte Berg. „Die Autoren können mit geringem Aufwand ihre Texte selbst im Internet veröffentlichen. Sind sie erfolgreich, müssen sie sich keinen Verlag mehr suchen, sondern werden von den Verlagen gefunden.“

(Redaktion)


 


 

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