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Neue Richtlinie zum Online-Zahlungsverkehr – komplizierte Zahlungsverfahren halten jeden Zehnten vom Kauf ab

Für die Zahlung im Onlineshop gelten seit dem 5. November 2015 neue Sicherheitsregeln. Bezahlt ein Kunde im Internet, muss seine Identität ab sofort zweifach geprüft werden. Manch Händler befürchtet, dass aufwendigere Zahlungsverfahren zu Kaufabbrüchen führen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 5. Mai 2015 das Rundschreiben 4/2015 (BA) zu „Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen“ veröffentlicht. Es richtet sich Zahlungsdienstleister, die über das Internet Zahlungsdienste anbieten. Der Schutz der Verbraucherinteressen steht im Vordergrund – mit der Verschärfung der Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen will die Bafin Cyberkriminalität erschweren. Die neue Richtlinie gilt erst ab einer Summe von 30 Euro und betrifft zum Beispiel Zahlungen per Lastschrift oder Kreditkarte.

Der E-Commerce-Zertifizierer Trusted Shops hat anlässlich des Inkraftretens der Sicherheitsregeln Anfang November 2015 eine repräsentative Umfrage in der Bevölkerung in Deutschland (ab 18 Jahre) durchführen lassen. Demnach nutzt jeder Dritte (32 Prozent) die Kreditkarte regelmäßig, um Online-Käufe zu tätigen – 37 Prozent das Lastschriftverfahren.

Bei der Kreditkartenzahlung reicht es jedoch mit den neuen Sicherheitsregeln nicht mehr aus, die Karten- und Prüfnummer einzugeben. Zum Beispiel umfasst die Zwei-Faktor-Prüfung ein Passwort und zusätzlich eine TAN-Nummer oder einen Fingerabdruck-Scan. Die beiden beliebtesten Zahlungsmethoden – die Bezahlung per PayPal (66 Prozent) sowie der Kauf auf Rechnung (54 Prozent) – sind von den Regelungen ausgenommen.

Die neue Richtlinie gilt erst ab einer Summe von 30 Euro und betrifft zum Beispiel Zahlungen per Lastschrift oder Kreditkarte. Laut der Umfrage nutzt jeder Dritte (32 Prozent) die Kreditkarte regelmäßig, um Online-Käufe zu tätigen – 37 Prozent das Lastschriftverfahren. Bei der Kreditkartenzahlung reicht es jedoch zukünftig nicht mehr aus, die Karten- und Prüfnummer einzugeben. Zum Beispiel umfasst die Zwei-Faktor-Prüfung ein Passwort und zusätzlich eine TAN-Nummer oder einen Fingerabdruck-Scan. Die beiden beliebtesten Zahlungsmethoden – die Bezahlung per PayPal (66 Prozent) sowie der Kauf auf Rechnung (54 Prozent) – sind von den Regelungen ausgenommen.

Kaufabbruch oder Shopwechsel sind nicht ausgeschlossen

Inwieweit sich Onlinehändler auf eine Änderung des Zahlungs- und Kaufverhaltens ihrer Kunden einstellen müssen, bleibt abzuwarten. Nach der Umfrage wollen jedoch 29 Prozent der Befragten künftig auf andere Verfahren umsteigen, wenn Zahlungsverfahren beim Online-Kauf aufgrund der neuen Regelungen aufwendiger oder komplizierter werden. Für rund jeden Zehnten (9 Prozent) sind unbequemere Verfahren sogar ein Grund für einen Kaufabbruch – 15 Prozent würden noch weiter gehen und den Shop ganz wechseln, wenn dieser kein Verfahren anbietet, dass nicht von den neuen Regelungen betroffen ist.

Für mehr Sicherheit akzeptiert die Hälfte Einbußen bei der Bequemlichkeit

Jedem Dritten (32 Prozent) ist ein sicheres Zahlungsverfahren am wichtigsten – nur für 8 Prozent ist ein schnelles und einfaches Zahlungsverfahren wichtiger. Für die Mehrheit (60 Prozent) sind ein sicheres sowie ein schnelles und einfaches Zahlungsverfahren gleich wichtig. Aber: Geht ein Mehr an Sicherheit auf Kosten der Bequemlichkeit, sind trotzdem knapp über die Hälfte der Internetkäufer (51 Prozent) bereit, ein Zahlungsverfahren auch weiterhin zu nutzen, wenn es aufwendiger oder komplizierter wird. Insgesamt ist der Sicherheitsaspekt für Internetkäufer also von so hoher Bedeutung, dass sie Einbußen bei der Bequemlichkeit hinnehmen würden.

(Redaktion)


 


 

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