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Neue Airline-Basis in Hamburg ab Frühjahr 2014

Die britische Fluggesellschaft easyJet will im Frühjahr 2014 neben dem bestehenden Standort in Berlin einen neuen in Hamburg eröffnen. Geplant sind 15 zusätzliche Flugverbindungen ab Hamburg und eine höhere Frequenzen ab Berlin. In der Hansestadt sollen rund 100 und in Berlin 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Das teilte easyJet-CEO Carolyn McCall gestern auf einer Pressekonferenz im Hamburger Airbus-Werk mit.

An der gestrigen Pressekonferenz nahmen hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil: Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, und Alexander Dahm, Airbus Vice President Integration und Endmontage des A320-Familie-Programms. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem die Bestellung von 135 neuen Flugzeugen bei Airbus gefeiert.

easyJet startete 1998 mit der Strecke London-Stansted-München den Betrieb in Deutschland. Heute betreibt die Billig-Fluglinie ein Portfolio von 55 Strecken, die Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Köln/Bonn, Dresden und München) mit Europa verbinden. 2005 nahm die Billig-Fluglinie von Basel aus den Betrieb in Hamburg auf und hat seit dem nach eigenen Angaben insgesamt 2,7 Millionen Passagiere befördert.

Mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent ist easyJet nach Lufthansa, TUIfly und Air Berlin die viertgrößte Airline in Hamburg. Durch die Eröffnung der Basis im Sommer 2014 soll sich der Marktanteil auf 10 Prozent erhöhen. Im ersten Betriebsjahr will die Airline 550.000 zusätzliche Plätze anbieten.

„Wir freuen uns sehr auf die Eröffnung unserer neuen Basis in Hamburg im kommenden Jahr. Es ist eine Investition mit großem Potenzial in einer der dynamischsten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Es wird ein Standort für alle Hamburger werden, die einfach und preisgünstig verreisen möchten. Schon heute stammt die Hälfte unserer Passagiere in Hamburg aus der Region“, sagte McCall. „Unser Ziel für Hamburg ist, die Passagierzahlen innerhalb des ersten Jahres auf eine Million zu verdoppeln. In Berlin möchten wir 130.000 zusätzliche Passagiere befördern“, so McCall.

Zum Start sollen zwei Maschinen vom Typ A319 von der Hansestadt aus 15 neue Strecken bedienen – zusätzlich zu den bestehenden sechs Verbindungen (Basel-Mulhouse-Freiburg, Edinburgh, London Gatwick, London Luton, Manchester, Rom Fiumicino). In der Sommersaison ist der Einsatz eines dritten A319 geplant.

Der Standort Hamburg werde die 23. Basis des europäischen Netzwerks der Airline. Die Elbmetropole sei die zweitgrößte Stadt in Deutschland und gehöre zu den zehn wichtigsten Städten Europas. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Europa orange zu färben und die bevorzugte Airline der Menschen zu werden. Wir sind stolz darauf, Hamburg als 23. Basis unseres in Europa führenden Netzwerks zu eröffnen“, sagte McCall. Durch die Basiseröffnung schaffe easyJet in Hamburg rund 100 neue Stellen für Flugbegleiter und Piloten. Zudem trage die Investition indirekt zur Sicherung weiterer 1.000 Jobs bei – beispielsweise am Flughafen und innerhalb der Tourismusindustrie.

„Die aktuellen Entscheidungen von easyJet stärken den Flughafen Hamburg und den Luftfahrt-Produktionsstandort Hamburg gleichermaßen, den weltweit drittgrößten Standort nach Seattle und Toulouse. Die jüngst getroffenen Entscheidungen der Fluglinie zur Anschaffung neuer Maschinen sind gut für das Unternehmen Airbus als Auftragnehmer. Die Entscheidungen sind aber auch gute Nachrichten für die Zulieferbetriebe als Beteiligte am Flugzeugbau“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Die Entscheidungen von easyJet unterstreichen die positive Entwicklung, die Hamburg im Bereich Luftfahrt verzeichnet. Diese Entwicklung macht deutlich: Es war eine richtige Entscheidung, dass der Hamburger Senat im Jahr 2000 beschlossen hat, in den Luftfahrtstandort zu investieren und der Luftfahrtbranche die große Bedeutung zu geben, die sie verdient.“

Erweitertes Angebot an Flügen für Geschäfts- und Freizeitreisende in Hamburg

Ab Sommer 2014 sollen Passagiere in Hamburg aus fast 170 Flügen pro Woche wählen können. Das easyJet-Angebot vergrößere sich auch durch zusätzliche Flüge zu Tagesrandzeiten und höhere Frequenzen. So könnten Geschäftsreisende morgens zu ihrem Termin fliegen und bereits am Abend wieder zurückkehren.

„Dieser Schritt ist in vielerlei Hinsicht eine gute Nachricht für unseren Flughafen, unsere Stadt und die Menschen in ganz Norddeutschland”, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Mit einer easyJet Basis in Hamburg können sich die Reisenden in ganz Norddeutschland im Jahr 2014 auf noch mehr Vielfalt und Abwechslung im Streckennetz freuen. Aber auch für viele Menschen in ganz Europa wird Hamburg mit dem Vorstoß von easyJet noch leichter zu erreichen sein.“

Ein zusätzliches Flugzeug und neue Arbeitsplätze für Berlin

In Berlin werde eine zusätzliche A319-Maschine die bestehende Flotte aus acht Flugzeugen ergänzen. Die Zahl der aktuell mehr als vier Millionen Hauptstadtpassagiere solle so noch einmal um mehr als 130.000 Passagiere steigen. Zudem ermögliche das zusätzliche Flugzeug, die Frequenzen auf beliebten Geschäfts- und Freizeitstrecken zu erhöhen. Im Sommer 2014 können Berliner Reisende dann aus bis zu 635 Flügen pro Woche wählen. In Berlin entstünden dank des neuen Flugzeugs mehr als 30 direkte Arbeitsplätze für Kabinenpersonal und Piloten, zusätzlich zu den bereits bestehenden 335 Angestellten in Berlin-Schönefeld. Die Airline sicherein der Hauptstadt außerdem rund 4.000 Jobs innerhalb der Tourismusbranche, heißt es.

Vertiefung der starken Partnerschaft mit Airbus

easyJet und Airbus verbinde seit Jahren eine enge Partnerschaft. Die Airline betreibe eine der jüngsten Flotten der Branche – ausnahmslos Airbus-Flugzeuge, die überwiegend in Hamburg hergestellt wurden. easyJet habe die größte Flotte aus A319-Flugzeugen und ist Europas größter A320-Betreiber. Seit der Auslieferung des ersten Airbus A319 im September 2003 habe Airbus über 236 Flugzeuge an easyJet ausgeliefert – das bedeutet durchschnittlich etwa alle zwei Wochen ein Flugzeug. Im Juli wurde die erfolgreiche Beziehung der Unternehmen mit einem Vertrag über 35 A320ceo-Flugzeuge der aktuellen Generation weiter gestärkt. Die Flugzeuge sollen zwischen 2015 und 2017 ausgeliefert werden. Darüber hinaus habe easyJet 100 A320neo-Flugzeuge der neuen Generation bestellt, die von 2017 bis 2022 ausgeliefert werden, so die Informationen.

Thomas Haagensen, Geschäftsführer easyJet Deutschland, sagt: „easyJet, Airbus und Hamburg sind seit langer Zeit strategische Partner. Wir haben unsere Kapazitäten seit 2005 regelmäßig erweitert und leisten so einen wachsenden Beitrag zur Wirtschaftsstärke der Region. Aufbauend auf diesem Erfolg ist es für easyJet jetzt Zeit, in Hamburg vor Anker zu gehen.“ Auch in Berlin baue easyJet auf seinen Erfolg. Die Berliner liebten die Marke und den einzigartigen Service. Sie verlangten nach mehr Frequenzen zu beliebten Geschäfts- und Freizeitzielen, um einfach und erschwinglich reisen zu können. easyJet werde sein Angebot mit einem neunten Flugzeug an der Basis erweitern, so Haagensen weiter.

Alexander Dahm, Airbus Vice President Integration und Endmontage des A320-Familie-Programms, sagte: „Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass wir mit unserer kraftstoffsparenden A320-Familie zum Erfolg von easyJet beitragen können. Mehr als 220 Flugzeuge des Typs A319 und A320, die jetzt für easyJet im Einsatz sind, wurden im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder hergestellt, lackiert und schließlich auch von hier ausgeliefert. Unsere erfolgreiche Partnerschaft mit easyJet setzen wir auch in Zukunft fort und sichern so tausende hochqualifizierte Jobs in Norddeutschland.“

(Redaktion)


 


 

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