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Ehrenamtliches Engagement

Sechs lokale Hamburger Projekte und ein Leuchtturm unter den Finalisten im „Google Online-Voting 2018“

Unter den insgesamt 110 Finalisten stehen bei der Google.org Impact Challenge Deutschland in diesem Jahr aus Hamburg sechs lokale Initiativen und ein „Leuchtturm“-Projekt zur Wahl. Die öffentliche Online-Abstimmung läuft bis 6. Juni 2018.

Aus den bundesweit mehr als 2.500 eingereichten Initiativen mit ehrenamtlichen Engagement sind 10 Projekte der Kategorie „Leuchtturm-Projekte“ sowie 100 „Lokale Projekte“ in die engere Wahl gekommen. Diese insgesamt 110 Finalisten sind von einer Expertenjury ausgewählt worden, der auch Prominente wie Ex-Tennisspielerin Steffi Graf und Fußballer Arne Friedrich angehörten. Sie stellen sich jetzt in einer weiteren Runde der Online-Abstimmung durch die Bürgerinnen und Bürger.

Ein Leuchtturm …

Eines der „Leuchtturm-Projekte“ mit überregionaler Strahlkraft ist die Hacker School in Hamburg, ein Projekt des gemeinnützigen Trägervereins i3 e.V. In der Hacker School teilen IT-Spezialistinnen und -Spezialisten in ihrer Freizeit ehrenamtlich ihre Begeisterung für Technologie mit Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren.

Ziel der Kurse ist es, die Kids für die Digitalisierung und das Programmieren zu begeistern, denn in deutschen Lehrplänen findet sich das Zukunftsfach Informatik nur selten wieder. Inzwischen gibt es bereits über Hamburg hinaus Kurse, in denen es um spannende kleine Projekte geht wie die Entwicklung eines eigenen Spiels oder einer Webseite bis hin zum Programmieren eines ferngesteuerten Roboters.

… und sechs lokale Perlen

Unter den einhundert lokalen Projekten sind diese sechs Projekte aus der Hansestadt in die engere Auswahl gekommen:

1. Wege aus der Einsamkeit (W.a.d.E.)

Die Initiative „Wir versilbern das Netz“ will Menschen im Alter von 65plus die digitale Welt näherbringen. Das tut sie, indem sie in Hamburg und Berlin kostenfreie Gesprächsrunden für Seniorinnen und Senioren zu verschiedenen Themen rund ums Tablet und Smartphone anbietet. Beispiele:

  • Das 1x1 der Tablets/Smartphones für Menschen 65+
  • Das 1x1 des OnlineBankings für Menschen 65+
  • Das 1x1 der Gesundheitsapps für Menschen 65+

In den letzten vier Jahren haben nach Angaben von W.a.d.E.-Gründerin Dagmar Hirche aus Hamburg bereits rund 3.500 Menschen zwischen 65 und 94 Jahre an diesen Gesprächsrunden teilgenommen. Die Angebote sollen ausgeweitet werden.

2. Weekendschool Deutschland

„Weekendschool Deutschland“ will Kindern aus Stadtteilen mit eher geringen sozialen Chancen Zukunftsperspektiven aufzeigen. Durch lebendige Workshops und Exkursionen in Betriebe sollen sie neue Möglichkeiten kennenlernen, ihr Leben zu gestalten und für ihre weitere Schulzeit inspiriert werden, ihre Ziele zu verfolgen.

3. Welcome Dinner

Die Idee des „Welcome Dinner“ ist, dass Hamburger Bürgerinnen und Bürger geflüchtete Menschen zu einem Abendessen bei sich zu Hause einladen. In dem gastfreundlichen Umfeld können unkompliziert längerfristige persönliche Kontakte entstehen, die den Neuhamburgern die Integration und das Engagement für die neue Heimat erleichtern.

4. Stadtteilinitiative Hamm

Mit „Stolperseiten.de“ will die Stadtteilinitiative Hamm Geschichte in den öffentlichen Raum holen. An besonderen Orten werden QR-Codes angebracht. Per Smartphone wird dadurch die Geschichte des Standortes für jedermann zugänglich. Die Initiatoren wollen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene für die Geschichte Hamms begeistern. „Die Schüler und Schülerinnen sind häufig sehr ergriffen und begegnen ihren Mitschülern danach mit mehr Respekt“, haben die Initiatoren erfahren.

5. Väter

Die Initiative „Väter“ will die klassischen Rollenbilder ‚Mütter kümmern sich zu Hause um den Nachwuchs, Väter ums Geld‘ aufbrechen. Zumal sie trotz geteilter Verantwortung für die Kinder oft noch ungewollt weitergelebt werden. Das redaktionell betreute Online-Austauschforum „Papparat“ lädt Väter zum Austausch über alle Bereiche des Vaterlebens ein: Geburt, Partnerschaft, Erziehung, Trennung, Job, Freizeit und Politik. „So haben Kinder mehr von ihren Vätern und Väter mehr von ihren Kindern, und Väter und Mütter fangen an, sich wirklich zu emanzipieren“, heißt es in der Projektvorstellung.

6. Li Ch’utam Deutschland

„Der digitale Lernkoffer RBPi“ will Schülerinnen und Schüler ganzheitlich und klassenstufenübergreifend fit für die digitale Welt machen. Er enthält Programmzubehör, das digitale Kompetenzen und informatorisches Denken fördert. Die Koffer werden für die Lehrerweiterbildung verwendet und erleichtern es, Lernszenarien zu entwickeln. So können Schülerinnen und Schüler Technik anfassen, Prozesse der Berechnung mit dem Computer nachvollziehen und lernen, Quellcodes zu lesen und zu manipulieren.

Hier geht es zur Abstimmung: Google org. Impact Challenge Deutschland 2018

(Redaktion)


 


 

Google.org Impact Challenge Deutschland
Leuchtturm-Projekte

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