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  • 28.11.2019, 07:21 Uhr
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  • Hamburg
Ehrung

Ehrenbürgerwürde, Platz-Widmung und Münzverleihung

Die Hansestadt Hamburg ehrt Kinderbuchautorin Dr. Kirsten Boie, den früheren Bürgermeister Dr. Henning Voscherau sowie die Menschenrechtlerinnen Esther Bejarano und Peggy Parnass.

Gleich mehrere bekannte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hamburg wurden in den letzten Tagen für ihre Verdienste gewürdigt.

Ehrenbürgerwürde für Kirsten Boie

So hat der Senat am 26. November 2019 beschlossen, der Kinderbuchautorin Dr. Kirsten Boie in Anerkennung ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und ihres Lebenswerks die Ehrenbürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg zu verleihen. Nach der Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft soll die Ehrenbürgerwürde mit einem Festakt im Rathaus verliehen werden.

Kirsten Boie ist eine der profiliertesten und vielseitigsten deutschen Kinderbuchautorinnen. 1985 erschien ihr erstes Werk, seitdem hat sie etwa hundert weitere veröffentlicht. Zahlreiche davon sind in viele weitere Sprachen übersetzt worden. Kirsten Boies Bücher und ihr Gesamtwerk wurden mit renommierten Preisen bedacht, darunter 2007 der Deutsche Jugendliteraturpreis. Im Oktober 2011 wurde sie vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Mit Hamburg ist Kirsten Boie eng verbunden. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, studierte hier und wurde Lehrerin an einem Hamburger Gymnasium. 1983 adoptierte sie gemeinsam mit ihrem Mann ein Kind. Bald darauf begann sie, Kinderbücher zu schreiben. Schon ihr erstes Buch, „Paule ist ein Glücksgriff“, wurde zum großen Erfolg. Es handelt sich dabei um eine Adoptionsgeschichte. Seitdem hat die Autorin in ihren Büchern immer wieder gesellschaftlich relevante Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Flucht und Obdachlosigkeit aufgegriffen.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Ihr Engagement für die Leseförderung in Hamburg und in Deutschland verbindet sie in besonderer Weise mit dem Ziel des Hamburger Senats, Kindern durch frühe Sprachförderung, Lesen und Lernen einen guten Start in ihr Leben zu ermöglichen.“

Ehrendenkmünze in Gold für Esther Bejarano und Peggy Parnass

Für ihr Lebenswerk erhalten Esther Bejarano und Peggy Parnass die Ehrendenkmünze in Gold. Die Auszeichnung wurde 1853 gestiftet, um besondere Verdienste Hamburger Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Neben dem Ehrenbürgerrecht ist die Ehrendenkmünze in Gold eine der höchsten Auszeichnungen, die der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg vergeben kann. Sie wurde bisher 38 Mal verliehen.

Dr. Peter Tschentscher sagte, mit ihren oft streitbaren Wortmeldungen hätten beide Frauen „seit Jahrzehnten wichtige Impulse für Demokratie, Erinnerungskultur und Gleichberechtigung gegeben”. Die Verleihung der Ehrendenkmünze in Gold sei „Ausdruck des großen Dankes und der Würdigung der erheblichen Verdienste von Frau Bejarano und Frau Parnass”.

Esther Bejarano sehe es als ihre Lebensaufgabe an, sich als Künstlerin und als Friedensaktivistin der Warnung vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung zu widmen, so die Würdigung des Senats. Peggy Parnass sei eine engagierte Verfechterin für Demokratie und Toleranz und setze sich unbeugsam für eine pluralistische und offene Gesellschaft ein.

Henning-Voscherau-Platz in der Hafencity

Der Vorplatz der Hafencity Universität, zwischen Buenos-Aires-Kai und Überseeallee, ist vor wenigen Tagen nach Ex-Bürgermeister Dr. Henning Voscherau (1941–2016) benannt worden.

Henning Voscherau war von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und stellte in dieser Zeit unter anderem die Weichen für die Entstehung der Hafencity. Der Henning-Voscherau-Platz soll an den Altbürgermeister erinnern und sein Engagement für die Hafencity würdigen, heißt es in der Senatsmitteilung vom 14. November. Auch nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik habe sich Hennig Voscherau über viele Jahre in unterschiedlichsten Funktionen durch öffentliches politisches Wirken um die Stadt verdient gemacht.

Dr. Peter Tschentscher: „Henning Voscherau hat über fast zehn Jahre die Geschicke der Freien und Hansestadt Hamburg gelenkt und sie auf den Kurs einer modernen Metropole gebracht. In seine Amtszeit fiel die wegweisende Entscheidung, ehemalige Hafen- und Industrieflächen in einen neuen und modernen Stadtteil zu verwandeln. Diese Entwicklung setzen wir mit dem neuen Stadtteil Grasbrook Richtung Süden fort. In unmittelbarer Nähe zum historischen Stadtkern ist die Hafencity heute eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Europas.“

(Redaktion)


 


 

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